Es ist doch gar nicht kalt

Warum trägt Slaven Bilic eine Mütze?

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Slaven Bilic steht mit Mütze und Anzug an der Seitenlinie

Warka - Bei der EM in Polen und der Ukraine ist es keinesfalls kalt, aber Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilic steht mit Wollmütze an der Seitenlinie. Wir erklären, warum.

An den Tagen nach dem Sieg gegen Irland ließ Slaven Bilic seine stylische Strickmütze schon wieder verschwinden. Dabei hatte die modische Kopfbedeckung des kroatischen Nationaltrainers zum EM-Auftakt in beeindruckender Weise ihren Job getan: nämlich Glück gebracht. Denn die Bilic-Mütze ist kein Souvenir für nebenbei, sondern eines für die ganz wichtigen Spiele der Kroaten.

Mit Schlips, offenem Jackett und Mütze bejubelte der 43 Jahre alte Sprücheklopfer die Tore beim kroatischen 3:1-Sieg gegen Irland am Spielfeldrand. Fast genau so, wie er ein halbes Jahr zuvor schon mitgefiebert hatte - in den Playoffs zur EM-Qualifikation. Ein Auswärtsspiel in der Türkei, bei dem alles auf dem Spiel stand, vor allem sein Job - die Kroaten siegten souverän 3:0. Auch beim denkwürdigen 3:2 in der EM-Qualifikation 2008 in London gegen England trug Bilic zeitweise Mütze. „In Istanbul war Kälte, in Wembley hatte es damals geregnet“, äußerte er. In Posen auch - aber bei 16 Grad.

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In jedem Fall hat Bilic damit die erste modische Duftmarke der EM gesetzt. Nach dem Turnier in Polen und der Ukraine wechselt er zu Lokomotive Moskau, und Russland im Winter ist dann ja doch noch eine Nummer eisiger. Ob Bilic seine Kopfbedeckung dann auch nur zu den entscheidenden Partien herausholt - oder als Kälteschutz häufiger?

dpa

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