Sky: Keine Weitergabe von Bundesliga-Rechten

Berlin - Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland denkt im Augenblick nicht an einen Weiterverkauf der Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga.

„Wir sind kein Rechtehändler. Wir erwerben Rechte, um damit ein einzigartiges und aufregendes Produkt zu erstellen - und wir glauben, dass wir das besser als viele andere können“, sagt Brian Sullivan, Vorstandsvorsitzender von Sky Deutschland, der Tageszeitung Die Welt.

Sky Deutschland lässt sich die TV-Rechte ab 2012 jährlich 485 Millionen Euro kosten, der Konkurrent Telekom war bei der Vergabe der Rechte vor zwei Wochen im Bieterwettstreit leer ausgegangen. Allerdings hatte das Bonner Telekommunikations-Unternehmen gehofft, Sublizenzen vom Konkurrenten erwerben zu können.

Sky Deutschland hatte neben den Fernsehübertragungsrechten auch die Rechte für die Live-Übertragung der Bundesliga im Internet und über Mobilfunknetze ab der Saison 2013/2014 für vier Jahre erhalten. Insgesamt erhält die Deutsche Fußball Liga (DFL) durch den neuen Kontrakt per annum 628 Millionen Euro, 52 Prozent mehr als bisher (412 Millionen Euro).

Sullivan sucht derzeit einen Partner, um die neuen Mobil- und Internetprogramme vertreiben zu können. „Wir sind keine Plattform, sondern ein Inhalteanbieter und Aggregator“, betonte Sullivan, „als ein solcher brauchen wir Zugang zu den Infrastrukturen anderer Unternehmen, um unsere Kunden zu erreichen.“ Gespräche mit unterschiedlichen Anbietern sollen in den kommenden Monaten geführt werden.

Sullivan kündigte an, ohne Vorbedingungen in die anstehenden Verhandlungen zu gehen: „Wir haben viel Zeit und Mühe investiert, Sky als Qualitätsmarke aufzubauen, und es liegt uns sehr daran, unser Produkt und unsere Marke über alle Distributionskanäle zu verbreiten.“

SID

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