Skandal-Schiri Övrebö: Kritik an Mourinho

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Dieses Bild ging um die Welt: der damalige Chelsea-Kicker Michael Ballack und der norwegische Fußball-Schiedrichter Tom Henning Övrebö.

Oslo - Der norwegische Fußball-Schiedrichter Tom Henning Övrebö erhält drei Jahre nach dem Skandalspiel zwischen Chelsea und Barcelona nach wie vor Morddrohungen aus England.

Der norwegische Fußball-Schiedrichter Tom Henning Övrebö erhält auch drei Jahre nach dem von ihm geleiteten Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Barcelona Morddrohungen aus England - und nutzt Star-Trainer Jose Mourinho in seinen heutigen Seminaren als Psychologe als abschreckendes Beispiel.

„Manchmal benutze ich seine Worte in Vorträgen, um zu zeigen, dass Worte nur Worte sind und einen nicht wirklich verletzen können“, sagte der Norweger der Times, die ihn anlässlich des erneuten Aufeinandertreffens von Chelsea und Barcelona im Halbfinale am Mittwoch besuchte: „Mourinho könnte mich den größten Idioten überhaupt nennen, es wäre mir völlig egal.“

Der heute bei Real Madrid tätige Portugiese hatte Övrebö nach der Partie 2009 heftig beschimpft, als der Norweger den Engländern bis zu vier mögliche Elfmeter verweigerte hatte und Chelsea ausgeschieden war. Auch die Bilder, als der damalige Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack wild mit den Armen fuchtelnd und mit weit aufgerissenem Mund um den Schiedsrichter umhersprang, gingen um die Welt. Noch heute werde es deshalb regelmäßig bedroht, sagte der Skandinavier, der ein Jahr nach dem Spiel seine internationale Karriere beendet hatte.

„Erst kürzlich habe ich wieder Morddrohungen bekommen. Aber die fliegen sofort in den Mülleimer. Ich nehme das nicht ernst“, meinte er: „Ich wundere mich nur über die Menschen. Einer hat mir gemailt, er wolle mich und meine Familie umbringen. Das ist etwas heftig für etwas, was bei einem Fußballspiel passiert ist. Das lustige war, dass er sich auf das Champions-League-Finale vor vier Jahren bezog. Das sagt vielleicht etwas über seine Intelligenz aus.“ Jenes Spiel in Moskau, das Chelsea im Elfmeterschießen gegen Manchester United verlor, hatte der Norweger nämlich gar nicht geleitet, sondern der Slowake Lubos Michel.

sid

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