Sieg im Schlüsselspiel: Bayer winkt Achtelfinale

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Adil Rami (l) im Zweikampf mit Leverkusens Stefan Kiessling.

Leverkusen - Eine wundersame Wende hat Bayer Leverkusen dem Achtelfinale der Champions League einen großen Schritt näher gebracht und Trainer Robin Dutt aus der Kritik genommen.

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Mit dem 2:1 (0:1) gegen den FC Valencia gewann der Fußball-Vizemeister das erste von zwei Schlüsselspielen gegen den wohl größten Konkurrenten um das Weiterkommen. Hinter Spitzenreiter Chelsea hat Leverkusen nun vier Punkte Vorsprung auf den zweimaligen Finalisten der Champions League.

Ein Doppelschlag von André Schürrle (52.) und Sidney Sam (56.) sorgte nach einer miserablen ersten Hälfte und dem Rückstand durch Jonas (24.) noch für den zweiten Bayer-Erfolg in der Gruppenphase. Zudem gelang im achten Anlauf wieder ein Sieg über ein spanisches Team. Sportdirektor Rudi Völler hatte die drei Punkte im Vorfeld als Grundstein für den Einzug in die K.o.-Phase bezeichnet.

Dutt hatte seine Mannschaft sehr mutig ausgerichtet und auf der zentralen offensiven Mittelfeldposition Michael Ballack aufgeboten. Die Erfahrung gab den Ausschlag für den 35-Jährigen in dessen 90. Champions-Leauge-Spiel. Dabei war auch der nach Rot in Mönchengladbach in der Bundesliga gesperrte Gonzalo Castro. Ömer Toprak kehrte nach einer auskurierten Grippe in die Innenverteidigung zurück und war sofort mehr beschäftigt, als ihm lieb sein konnte.

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Die Gastgeber fanden vor 26 384 Zuschauern überhaupt nicht in die Partie. Der Tabellen-Fünfte der Primera Division stürzte das Werksteam von einer Verlegenheit in die andere. Leverkusen verbuchte in der ersten Viertelstunde nur 30 Prozent Ballbesitz. Pfiffe der Fans und viele Fehlpässe waren die Folge der riesigen Verunsicherung.

Großes Glück hatte Bayer, als Torjäger Roberto Soldado nach einem abgefälschten Schuss völlig frei stehend nur den Pfosten traf (20.). Besser machte es dann der Brasilianer Jonas. Stefan Reinartz bediente bei einer Abwehraktion unfreiwillig Soldado, dessen Zuspiel Jonas zur überfälligen Führung ins Netz drückte. Es war das 100. Gegentor in Bayers Champions-League-Historie. Die wehrlos wirkenden Hausherren waren mit diesem Rückstand noch gut bedient. Soldado köpfte nach Flanke von Hernandez drüber (29.), dann rettete Schlussmann Leno binnen weniger Sekunden gegen Jonas und Hernandez (31.).

Die bis dahin desolaten Leverkusener meldeten sich erst in der 39. Minute in der Offensive. Schürrles Volleyschuss aus 25 Metern bugsierte Torhüter Diego Alves über den Balken. Nach der folgenden Ecke lenkte Alves einen Kopfball von Ballack gegen das Bein von Kießling, von dort sprang die Kugel knapp neben das Tor.

Wie verwandelt kehrten die Rheinländer dann aus der Kabine zurück und stellten die Partie binnen vier Minuten auf den Kopf. Eine Flanke von Michal Kadlec verwertete Schürrle per Direktabnahme von der Strafraumgrenze zum Ausgleich, dann schlenzte Sam den Ball nach Steilpass von Ballack herrlich ins lange Eck. Sam stürmte danach zu Dutt und umarmte den Coach, seine Kollegen folgten.

Die Gäste wirkten geschockt, verstärkten dann aber wieder ihre Bemühungen. Leno verhinderte gegen Soldado mit einem Blitzreflex den Ausgleich (73.). In der Schlussphase hatte Bayer noch Konterchancen, musste aber bis zum erlösenden Abpfiff zittern.

dpa

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