Sieg auch ohne Pizarro: Werder hält Anschluss

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Bremens Aaron Hunt jubelt mit Philipp Bargfrede, Aleksandar Ignjovski und Markus Rosenberg (v.l.) über sein Tor zum 1:0.

Bremen - Werder Bremen hat auch ohne Top-Torjäger Claudio Pizarro die Champions-League-Plätze wieder fest im Visier. Die Norddeutschen gewannen am Sonntagnachmittag souverän gegen den VfB Stuttgart.

Obwohl Tormaschine und Erfolgsgarant Claudio Pizarro wegen einer Bänderzerrung im Knie fehlte, gewann Werder vor 40.800 Zuschauern im Weserstadion mit 2:0 (0:0). Die Treffer zum sechsten Sieg im siebten Heimspiel erzielten Aaron Hunt in der 57. Minute und Naldo zehn Minuten später. Werder kletterte durch den Erfolg auf Platz vier und konnten sich nach der 0:5-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach rehabilitieren. Der VfB verpasste es seinerseits, die Bremer in der Tabelle zu überholen.

Die Partie der Spitzengruppen-Verfolger begann längst nicht so stürmisch, wie das Wetter an der Weser war. Eine Viertelstunde verging, ehe der Gastgeber endlich aufwachte und zu seiner ersten Großchance kam: Pizarro-Ersatz Markus Rosenberg war nach einem Pass von Verteidiger Andreas Wolf plötzlich alleine durch und lief auf Sven Ulreich zu. Doch der Stuttgarter Schlussmann behielt die Nerven und parierte stark gegen den Schweden.

Ulreich rettete dem VfB das torlose Remis zur Pause

Es sollte nicht die letzte Glanztat des 23-Jährigen sein: In der 23. Minute war erneut Rosenberg durch, stand zum zweiten Mal alleine vor Ulreich und scheiterte wie zuvor an dem bis dahin besten Stuttgarter. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia kam in dieser Phase fast gar nicht aus der eigenen Hälfte. Nur drei Minuten später versuchte es Marko Arnautovic, der nach Pass von Clemens Fritz frei vor Ulreich auftauchte - doch wie schon bei den Versuchen von Rosenberg zuvor hielt der Schlussmann das torlose Unentschieden fest.

Als sich zwei Minuten später auch noch Philipp Bargfrede mit einem Schuss von der Strafraumecke versuchte und ebenfalls an Ulreich scheiterte, war bereits klar: Der VfB konnte sich alleine bei seinem Schlussmann bedanken, dass es noch 0:0 stand.

Erst fünf Minuten vor der Pause begannen die Schwaben, die ohne Nationalstürmer Cacau in der Anfangsformation aufliefen, konsequenter nach vorne zu spielen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke versuchte es Tamas Hajnal aus spitzem Winkel, doch der bis dahin völlig beschäftigungslose Tim Wiese war hellwach und wehrte den ersten Torschuss des VfB per Faustabwehr ab. Nur eine Minute später gab es erneut eine Gäste-Ecke, bei der Wiese nach einem Kopfball von Kapitän Serdar Tasci stark reagierte.

Naldo-Hammer sorgt für die Entscheidung

Nach dem Wechsel spielten beide Mannschaften mit mehr Tempo und einer deutlich offensiveren Ausrichtung. Die erste Chance hatten in der 52. Minute erneut die Gäste: Nach einer Flanke von Cristian Molinaro aus dem linken Halbfeld, stieg der Ex-Bremer Martin Harnik völlig freistehend zum Kopfball hoch. Doch der Österreicher verfehlte den Ball und der ebenfalls ungedeckte Shinji Okazaki war zu überrascht, sodass Wiese leichte Beute hatte.

Fünf Minuten später fiel die unterm Strich verdiente Führung für Werder: Fritz führte den Ball durch die gegnerische Hälfte und passte genau im richtigen Moment auf Aaron Hunt, der es besser als Rosenberg und Arnautovic machte und Ulreich aus kurzer Distanz keine Chance ließ.

Und ehe sich die Stuttgarter von dem Rückstand erholen konnten, folgte schon der nächste Nackenschlag: Ein Freistoß-Hammer des Brasilianers Naldo, der nach einer langen Verletzungspause immer besser wird, schlug in der 67. Minute zum 2:0 in den rechten Winkel ein. Von diesem Schock erholte sich der VfB nicht mehr und musste letzten Endes eine verdiente Niederlage hinnehmen.

dapd

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