Sidney Sam: Verliert ihn der DFB?

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Sidney Sam wird von Nigeria umworben

Leverkusen - Sidney Sam von Bayer Leverkusen könnte dem DFB durch die Lappen gehen. Sportdirektor Matthias Sammer zeigt sich aufgeschreckt.

Offensivspieler Sidney Sam von Bayer Leverkusen wird vom Heimatland seines Vaters umworben. Nach einem Bericht des Kölner Express hat der Verband Nigerias den 24-Jährigen bereits kontaktiert, der im Deutschen Fußball-Bund (DFB) nahezu alle Junioren-Nationalmannschaften durchlaufen hat.

„Nigeria hat großes Interesse an Sidney. Wir standen mit dem Verband auch schon in Kontakt“, sagte Sams Berater Dirk Hebel dem Express. Nigerias Nationaltrainer Stephen Keshi erklärte: „Es wäre klasse, wenn sich Sidney für uns entscheiden würde.“

Der DFB wurde durch diese Nachricht aufgeschreckt. Zwar gehörte der derzeit verletzte Flügelspieler bisher noch nie zum Kader des A-Teams, doch steht er unter ständiger Beobachtung von Bundestrainer Joachim Löw. „Ich werde sofort nachhaken und das Thema mit der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft besprechen“, sagte Sportdirektor Matthias Sammer, der sich optimistisch zeigte: „Wenn Sam in der Nationalmannschaft eine Perspektive hat, wird er sich - das sagt mein Gefühl - für den DFB entscheiden.“

Der derzeit verletzte Sam ist in Kiel geboren, sein Vater stammt aus Nigeria. Im Sommer 2010 war er für 2,2 Millionen Euro vom Hamburger SV nach einer Ausleihe an den 1. FC Kaiserslautern nach Leverkusen gewechselt. Für Bayer bestritt er seitdem 48 Bundesliga-Spiele (11 Tore) und 14 Europacup-Partien (4), davon sechs in der Champions League.

sid

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