Neuzugang kennt Brehme nicht

Shaqiri verzichtet für Bayern auf Olympia

+
Xherdan Shaqiri tritt am Dienstag seinen Dienst an

München - Xherdan Shaqiri tritt am Dienstag seinen Dienst bei Bayern an. Die gute Nachricht: Er will für den FC Bayern auf die Olympia-Teilnahme verzichten. Die schlechte: Er hat eine Lücke in Sachen Fußball-Geschichte.

Bayern-Nezugang Xherdan Shaqiri plant den Olympia-Verzicht. Dies kündigte der Schweizer Nationalspieler in Interviews im Kicker und der Bild-Zeitung an. Zwar stehe noch ein Gespräch zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem eidgenössischen Verband an. „Aber die Tendenz ist schon eher, dass ich mich dem FC Bayern anschließe“, sagte der 20 Jahre alte Mittelfeldakteur im Kicker. „Ich kann mich nur integrieren, wenn ich zu 100 Prozent bei den Bayern bin“, sagte der vom FC Basel gekommene Neuzugang der Bild.

Shaqiri ist heiß auf seine neue Aufgabe - und hat bereits geschuftet: "Ich habe mich natürlich vorbereitet, nach einem Plan trainiert, den ich von Bayern zugeschickt bekam. Das war schon etwas mehr als in Basel", schmunzelt er. "Aber als Bayern-Spieler fühle ich mich erst, wenn ich am Dienstag den Trainings-Anzug trage."

Die wichtigsten Sommer-Transfers auf einen Blick

Die wichtigsten Sommer-Transfers auf einen Blick

Trotz der großen Konkurrenz bei den Münchnern glaubt der Schweizer fest an seine Chance im Team von Trainer Jupp Heynckes. "Ich werde mich durchsetzen. Ich passe perfekt zum FC Bayern." Dabei wollte ihn auch Borussia Mönchengladbach - Lucien Favre hätte sich wirklich um ihn bemüht, verrät Shaqiri.

Wo genau er sich bei Bayern durchsetzt, bleibt abzuwarten. "Wenn ich vier, fünf Positionen spielen kann, sind die Chancen sicher größer, in die Mannschaft zu kommen." Nicht nur in der Abteilung Attacke, sondern auch als Außenverteidiger könne er spielen, unterstreicht er. "Aber ich bin von Haus aus ein Offensivspieler. Das weiß der FC Bayern - und dafür hat er mich verpflichtet."

Der 20-Jährige ist mit riesigem Talent gesegnet und noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Luft nach oben hat der Schweizer auch in Sachen Fußball-Allgemenbildung. Basel-Coach Heiko Vogel nannte ihn "den besten beidfüßigen Fußballer seit Andy Brehme". Shaqiri verwirrt diese Bezeichnung im Kicker-Interview. "War der gut?", fragt er irritiert im Bezug auf Brehme. Ja, war er. Andreas Brehme, Karriereende 1998, bestritt 86 Länderspiele für Deutschland und schoss das DFB-Team per Elfmeter zum WM-Titel 1990. Vielleicht findet ja auch "Shaq" bald Einzug in die Geschichtsbücher.

dpa/al.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare