Sergej Barbarez: „Alles spricht gegen den HSV“

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Sergej Barbarez nimmt in seiner Kritik vor allem die Mannschaft ins Visier.

Hamburg - Die Situation des Hamburger SV verschärft sich weiter. Nach der Niederlage am vergangenen Spieltag gegen den VfL Wolfsburg meldet sich jetzt auch Ex-HSV-Stürmer Sergej Barbarez zu Wort.

Hamburgs Ex-Profi Sergej Barbarez geht nach dem Absturz auf den Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga hart mit seinem früheren Klub ins Gericht. „Im Prinzip spricht derzeit alles gegen den HSV“, schrieb Barbarez (2000 bis 2006 beim HSV) in seiner kicker-Kolumne.

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 Der negative Trend von sechs Spielen mit nur einem Punkt spreche allerdings nicht gegen Trainer Thorsten Fink, „sondern vor allem gegen die Mannschaft“, so der Bosnier. Barbarez bestritt insgesamt 330 Spiele in der Bundesliga, davon 174 für den Hamburger SV, und war zwischen Januar 2009 und Mai 2010 Mitglied im Aufsichtsrat des Vereins.

Auch Klubchef Carl Edgar Jarchow nimmt die Fußball-Profis des Hamburger SV in die Pflicht. „Wir wissen, dass wir sieben Endspiele vor uns haben und erwarten von der Mannschaft, dass sie erkennt, wo wir stehen, und sich mit vollem Einsatz für das Ziel Klassenverbleib einsetzt“, sagte Jarchow am Sonntag im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens. Er stellte Konsequenzen in Aussicht: „Wer das nicht tut, der muss das auch zu spüren bekommen.“ Zugleich erklärte der Vorstandschef, dass Thorsten Fink nicht zur Disposition steht: „Über den Trainer müssen wir nicht diskutieren.“

Unterdessen glauben die HSV-Idole Uwe Seeler und Willi Schulz an ein Happy End für den Bundesliga-Dino. „Mannschaft und Verein haben erkannt, dass es zwölf Uhr geschlagen hat. Dieser Situation wird sich der HSV stellen. Deshalb glaube ich, dass es am Ende reicht, auch wenn es knapp wird“, sagte der ehemalige Nationalspieler Schulz der Nachrichtenagentur dpa. Auch Ex-Stürmerstar Seeler ist sicher, dass der einzige seit Liga-Gründung dem Oberhaus zugehörige Club nicht absteigt. In der „Bild“-Zeitung (Montag) tippte er für die letzten sieben Saisonspiele auf vier HSV-Siege und drei Unentschieden und wurde so zitiert: „Mein HSV bleibt drin.“

SID/dpa

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