Gewalt bei U21: Serbien entschuldigt sich

Belgrad - Der Vorsitzende des serbischen Fußballverbands hat sich nach den Ausschreitungen im EM-Qualifikationsspiel der U21 gegen England bei Spielern und Fans des Gegners entschuldigt - die Rassismus-Vorwürfe dabei aber nicht erwähnt.

 „Ich möchte mich bei den Fußball-Fans und der Delegation für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, die sie erlebt haben“, sagte Tomislav Karadzic am Donnerstag. Allerdings lehnte er jede Schuld seines Verbandes an den Vorkommnissen beim englischen 1:0-Sieg am Dienstag in Krusevac ab.

Die UEFA hatte am Mittwoch Ermittlungen gegen beide Verbände aufgenommen und ein Urteil für den 22. November angekündigt. Die serbische Regierung rief unterdessen einen „Ausschuss gegen Gewalt und ungebührliches Verhalten der Zuschauer bei Sportveranstaltungen“ ins Leben. Vorsitzender des neuen Gremiums sei Regierungschef Ivica Dacic, teilte dessen Kabinett am Donnerstag in Belgrad mit.

Der dunkelhäutige Spieler Danny Rose soll von serbischen Zuschauern durch Affenlaute massiv rassistisch beleidigt und mit Steinen beworfen worden sein. Nach dem Spiel, bei dem sich England die EM-Teilnahme im nächsten Jahr in Israel sicherte, war es zu Rangeleien zwischen Spielern und Vertretern beider Teams gekommen. Am Mittwoch hatte der englische Premierminister David Cameron eine harte Bestrafung des serbischen Fußball-Verbandes gefordert.

dpa

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