Proteste gegen Test- Länderspiele: "Blödsinn"

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

Frankfurt/Main - Eine breite Front von Funktionären, Nationaltrainern und der Spielergewerkschaft FIFPro hat sich für eine Abschaffung der ungeliebten Fußball-Länderspiel-Termine im August ausgesprochen.

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"Dieses Länderspiel ist ja eigentlich schon Blödsinn Teil zwei", sagte Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Sonntag in der Sport-1-Sendung "Doppelpass".

"Teil eins waren die beiden Länderspiele nach Ende der Saison, wo eine lange Saison hinter den Spielern liegt, dann ist drei Wochen nichts und dann kommen noch zwei Spiele", sagte Seifert weiter und fügte hinzu: "Das ist ein sehr, sehr ärgerliches Thema." Man dürfe nicht vergessen, "dass da nicht elf Maschinen spielen, sondern elf Menschen".

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England-Coach Fabio Capello erklärte: "Meine Spieler und ich sind nicht sehr glücklich über Spielansetzungen, das ist einfach ein schlechter Zeitpunkt." Vor allem große Vereine müssten zu einem ungünstigen Zeitpunkt viele Spieler für die Nationalmannschaft freistellen. "Acht Spieler fehlen mir in der Vorbereitung, das ist doch Wahnsinn", beschwerte sich Josep Guardiola, Trainer des spanischen Meisters FC Barcelona.

Theo van Seggelen forderte offen eine Abschaffung der August-Spiele: "Das ist ein untragbarer Zustand für die Spieler und eine ungemeine Belastung, der Kalender muss sobald wie möglich geändert werden", sagte der Sprecher der Spielergewerkschaft. Der Internationale Kalender des Weltverbands FIFA regelt die Länderspieltermine. Am Mittwoch lässt die FIFA Testspiele in der ganzen Welt austragen, darunter auch Klassiker wie Deutschland gegen Brasilien und Spanien gegen Italien. Vereine müssen ihre Spieler mindestens 48 Stunden vor Anpfiff freistellen.

dapd

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