Seifert bleibt, Hieronymus geht, Rettig kommt

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Christian Seifert

Frankfurt/Main - Die DFL stellt die weichen für die Zukunft. So hat etwa Christian Seifert seinen Vertrag als Vorsitzender der Geschäftsführung verlängert.

Erst brachte er den Bundesliga-Clubs mit dem neuen TV-Vertrag zusätzliche Millionen, nun zahlt sich der Mega-Deal auch für Christian Seifert aus. Der 43-Jährige bleibt bis 2017 Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga und damit einer der mächtigsten Männer im deutschen Profi-Fußball. Wie die DFL am Dienstag mitteilte, wurde der Vertrag mit Seifert erwartungsgemäß vorzeitig verlängert. Der bisherige Kontrakt lief noch bis zum 30. Juni 2014.

„Mit seinen unstreitigen Qualitäten hat Christian Seifert die DFL seit seinem Eintritt in die Geschäftsführung konsequent weiterentwickelt. Die Vertragsverlängerung trägt daher der hervorragenden Arbeit in den vergangenen Jahren Rechnung“, erklärte Liga-Präsident Reinhard Rauball in seiner Funktion als DFL-Aufsichtsratsvorsitzender.

Seifert war am 1. Februar 2005 in die DFL-Geschäftsführung eingetreten und hatte am 1. Juli 2005 den Vorsitz übernommen. Seitdem hat sich der Familienvater, der vor seiner Zeit in der Frankfurter Liga-Zentrale unter anderem für MTV und die KarstadtQuelle New Media AG tätig war, in der Branche einen exzellenten Namen erworben. In der Vergangenheit war Seifert auch schon als Finanzvorstand beim FC Bayern München im Gespräch.

Sein bisheriges Meisterwerk gelang Seifert mit dem neuen 628 Millionen Euro schweren Rekord-Fernsehvertrag für 2013 bis 2017. Von der kommenden Saison an erhalten die Proficlubs dadurch 50 Prozent mehr Geld. Auch Seifert selbst hatte einen solchen Abschluss im Frühjahr dieses Jahres nicht erwartet. „Das Ergebnis übertrifft unsere Erwartungen“, meinte Seifert damals.

Während Seifert hinter den Kulissen geschickt die Strippen zieht, tritt er in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend auf. Nur sehr dosiert äußert sich der smarte Geschäftsmann zu aktuellen Entwicklungen auf der großen Fußball-Bühne. Sein Wort ist zu Themen wie Financial Fair Play, Gewalt im Fußball oder Integration aber dennoch stets gefragt. Auf den Deutschen Sponsoringtagen in Wiesbaden wird Seifert Mitte Oktober mit dem Horizont Sportbusiness Award ausgezeichnet.

Während Seifert die Geschicke in der edlen Liga-Zentrale in Frankfurt am Main also weiter führen wird, scheidet Holger Hieronymus bereits zum 30. September aus der DFL-Geschäftsführung aus. Er war seit dem 1. Februar 2005 für den Bereich „Spielbetrieb und Lizenzierung“ verantwortlich. „Holger Hieronymus hat sich in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht um die Liga verdient gemacht. Dafür gilt es, ihm in aller Form zu danken“, sagte Rauball.

Hieronymus' Nachfolger Andreas Rettig wird dennoch wie vorgesehen erst am 1. Januar 2013 seinen Job antreten. Bis Ende des Jahres wird dieser Bereich kommissarisch vom Direktor Spielbetrieb, Andreas Nagel, in Zusammenarbeit mit Seifert geführt. Rettig war bis zum Ende der vergangenen Saison als Manager beim FC Augsburg tätig. 

dpa

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