Die üble Schiri-Kritik im Video

Schwulen-Äußerung: DFB ermittelt gegen Idrissou

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Mo Idrissou hat am Montagabend ein Skandal-Interview gegeben

Kaiserslautern - Nach seiner Schwulen-Äußerung in Richtung Schiedsrichter Stark ermittelt nun der DFB-Kontrollausschuss gegen Kaiserslauterns Stürmer Mohamadou Idrissou.

Dies teilte der DFB am Dienstag mit. „Er sagt, ihm gefällt meine Körpersprache nicht. Ich habe eine Männer-Körpersprache. Ich bin nicht schwul und werde auch kein Schwuler sein. Das ist sein Problem. Ich bin nicht der Einzige, der schlecht über diesen Schiri redet“, hatte der Stürmer nach der Partie bei Energie Cottbus (2:4) bei "Sky" über Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) gesagt (hier sehen Sie das Interview). Der DFB fordert den Angreifer nun zu einer Stellungnahme auf.

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„Ich selbst habe das Interview nicht gesehen. Ich habe mir die Ausschnitte kommen lassen. Danach werden wir entscheiden“, sagte DFB-Chefankläger Anton Nachreiner dem "Express".

Zuvor war Idrissou bereits verbal auf seine Mitspieler losgegangen. „Manche Spieler hier haben keine Eier. Ich erkenne meine Mannschaft nicht wieder. Jeder macht, was er will, und das schon die ganze Woche über. Wir sind einfach nur dumm, die dümmste Mannschaft der 2. Liga“, sagte der 33-Jährige bei "Sport1".

„Ich denke, es ist der falsche Weg, immer über andere Spieler zu reden und sich selbst das ganze Spiel über mit dem Schiedsrichter anzulegen. Einige Spieler sollten lieber mal auf sich selbst schauen“, sagte Teamkollege Alexander Baumjohann über die Aussagen des Kameruners. Zudem äußerte sich Trainer Franco Foda kritisch: „Jeder hat die Berechtigung, seine Meinung zu sagen. Aber man sollte nicht über andere Spieler herziehen. Wenn einer etwas sagt, dann ist das der Trainer.“

dpa/sid

 

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