Mobbing-Vorwürfe gegen DFB

Schiri Rafati will nur im Ausland pfeifen

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Babak Rafati wirft dem Deutschen Fußball Bund (DFB) Mobbing vor.

Hannover - Schiedsrichter Babak Rafati will nicht in die Bundesliga zurück. Nach seinem Suizidversuch will er höchstens noch im Ausland pfeifen. Rafati erhob gegenüber dem DFB erneut schwere Vorwürfe.

Der frühere Schiedsrichter Babak Rafati hat eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga ausgeschlossen, ist aber für ein Engagement im Ausland offen. „Als Schiedsrichter kehre ich in Deutschland nie wieder auf den Platz zurück, das ist sicher. Aber wenn ein Angebot aus dem Ausland kommt...“, sagte der 42-Jährige im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der ehemalige Bundesliga-Referee hatte vor anderthalb Jahren versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Grund waren Depressionen.

Rafati wiederholte erneut seine schweren Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel. „Ich wurde systematisch gemobbt, persönlich verletzt, erhielt keine Rückendeckung - man wollte mich mit allen Mitteln loswerden“, sagte der frühere Referee.

Allerdings wollte er Fandel nicht die Schuld am Suizid-Versuch geben: „Was in dieser Nacht passiert ist, habe ich alleine zu verantworten. Man muss es dennoch von zwei Seiten betrachten: Auf der einen Seite, dass man mich dahin gebracht hat, am Ende keinen Ausweg mehr zu sehen - und man selbst, der es zulässt, obwohl man andere Werte lebt als diese Herren.“

dpa

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