Schweinsteiger: "Ich bin das Bindeglied"

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Bastian Schweinsteiger bei der Pressekonferenz

Stuttgart - In Abwesenheit von DFB-Kapitän Philipp Lahm übernahm Bastian Schweinsteiger bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Brasilien die Rolle des Wortführers. Auch auf dem Platz will er die Kommandos geben.

DFB-Kapitän Philipp Lahm trägt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auch gegen Rekordweltmeister Brasilien am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) die Binde, doch Wortführer auf dem Platz ist der „heimliche Chef“ Bastian Schweinsteiger. „Ich bin sicher das Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff. Es ist meine Aufgabe, die Kommandos zu geben. Und bei Borussia Dortmund sieht man ja derzeit, wie wichtig es ist, im Mittelfeld kompakt zu stehen“, sagte der 27-Jährige, der gegen den fünfmaligen Weltmeister bereits sein 88. Länderspiel absolviert.

Nach dem 0:1 zum Liga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag ist beim Rekordmeister Bayern München intern die Diskussion über die Führungsrolle im Team erneut ausgebrochen. Denn als neuer Linksverteidiger hat Lahm auf dem Platz einfach weniger Einfluss auf die Mitspieler als Schweinsteiger. „Ich will Philipp nicht schlecht machen. Aber für mich ist Basti der Kapitän der Mannschaft. Er ist auch außerhalb des Platzes enorm gereift“, sagte zuletzt auch der frühere Bayern-Spielführer Mark van Bommel.

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Ganz so weit will Schweinsteiger nicht gehen, auch wenn es bezeichnend war, dass er und nicht Lahm an der Seite von Joachim Löw die abschließende Pressekonferenz vor dem Brasilien-Spiel wahrnahm. „Ich verhalte mich so, wie ich bin und erwarte das auch von Philipp. Ich denke, es gibt da keine Probleme. Es gibt schließlich viele Kapitäne, die Außenverteidiger spielen“, sagte Schweinsteiger, der nach einigen wilden Jahren zu Beginn seiner Karriere mittlerweile gereift ist.

Das unterstrich vor dem interessanten Spiel gegen die Selecao auch Bundestrainer Löw, der die beiden Münchner in der DFB-Auswahl als Teamleader auf Augenhöhe sieht. „Beide haben die Rolle des Führungsspielers inne und fast 90 Länderspiele absolviert. Sie machen das nicht nur neben sondern auch auf dem Platz hervorragend. Sie haben großen Einfluss auf die Mannschaft und genießen Respekt. Beide haben da in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt“, sagte der 51-Jährige.

Im Stile eines Kapitäns stellte sich Schweinsteiger auch vor den Neu-Münchner Manuel Neuer, der mit einem kapitalen Fehler für die 0: 1-Pleite gegen Gladbach gesorgt hatte. Der Nationalkeeper sei ein sehr „stabiler Charakter“, sagte Schweinsteiger. Sorgen um die Form des 25-Jährigen müsse sich niemand machen. „Manuel ist ein absoluter Weltklassekeeper, um den uns die ganze Welt beneidet. Er ist nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit ganz wichtig für die Mannschaft“, sagte Schweinsteiger.

sid

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