Ende der schwarzen Serie gegen Italien

Schweinsteiger: "Die Zeit ist reif!"

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Löw und Schweinsteiger bei der Pressekonferenz

Warschau - Angstgegner Italien soll im Halbfinale am Donnerstag sein blaues Wunder erleben. Das ist das erklärte Ziel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

„Ich habe das Gefühl, dass jetzt der Punkt gekommen ist, an dem wir auch den nächsten großen Gegner schlagen können“, sagte Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger bei der letzten Pressekonferenz vor der Partie an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/ARD) in Warschau. „Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Die deutsche Mannschaft habe zuletzt auch Brasilien, Holland und Argentinien bezwungen. „Als nächstes sollen die Italiener dran glauben“, ergänzte der Münchner, der sich trotz einer langwierigen Knöchelblessur einsatzbereit meldete. „Ich bin zu hundert Prozent fit. Ich freue mich sehr auf den Klassiker. Ich konnte zweimal voll trainieren und fühle mich gut.“

Wie die gesamte Mannschaft fiebert der Bayern-Profi der Partie entgegen. „Man freut sich darauf, ein Halbfinale gegen Italien zu spielen. Für mich ist es ein Höhepunkt am Ende einer langen Saison“, sagte Schweinsteiger, der wie seine Kollegen unbedingt zum Finale nach Kiew will. „Wir haben noch nie gewonnen gegen die Italiener in einem Turnier, deswegen ist es Zeit“, sagte der Münchner, der trotz seiner leichten Sprungsgelenksprobleme gegen die Squadra Azzurra auflaufen wird.

Die DFB-Auswahl hat in bislang sieben Turnierspielen gegen Italien noch nie gewonnen. Zuletzt wurde eine DFB-Auswahl 2006 im Halbfinale der Heim-WM in Dortmund von den Azzurri ausgeschaltet (0:2 n.V.). „Das ist Schnee von gestern und interessiert nicht mehr“, betonte aber Bierhoff, der versicherte, dass die Mannschaft solche Statistiken kalt lässt: „Wir haben uns seitdem weiterentwickelt und blicken nur nach vorne.“

Das unterstrich auch der Bundestrainer, der erklärte, seine Mannschaft wolle den Italienern „unseren Rhythmus aufzwingen, die Initiative ergreifen. Wichtig ist, dass wir selbstbewusst sind, frech und mutig“, so Löw. „Wir sind uns unserer Stärken bewusst. Wir haben eine sehr, sehr starke Mannschaft, die absolut in der Lage ist, auch Italien zu bezwingen“, betonte Löw. Die Qualität seines Teams, das in 15 Pflichtspielen in Serie siegreich war, reiche, „um jede Mannschaft der Welt“ zu schlagen, erklärte Löw optimistisch.

Torwart Manuel Neuer will sich diesmal ebenfalls nicht mit einer unteren Stufe auf dem Siegertreppchen zufrieden geben. „Bei uns kommt dazu, dass wir in den letzten Turnieren immer nah dran waren. Es wäre auf jeden Fall falsch, wenn wir jetzt nicht sagen würden: Wir sind an der Reihe! Wir müssen uns das einfach erarbeiten und hoffen, dass wir den großen Coup endlich landen“, sagte er der Sport Bild.

dpa/SID

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