Bayern heiß aufs Finale

Schweini: "Mir tut Götze-Ausfall leid"

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Bastian Schweinsteiger

München - Die Profis des FC Bayern sind froh, dass die Vorbereitung auf das Champions-League-Finale in die Endphase geht. Bastian Schweinsteiger tut der Götze-Ausfall leid.

Mitgefühl mit Pechvogel Mario Götze, Riesenrespekt vor Robert Lewandowski: Beim Fußball-Rekordmeister Bayern München rückt der Gegner Borussia Dortmund vor dem „German Endspiel“ in der Champions League am Samstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) immer mehr in den Fokus. Der Ausfall von Jungstar Götze, der ab der kommenden Saison für die Bayern spielt, hat dabei bei den Münchnern trotz dessen Klasse keinesfalls für Begeisterungsstürme gesorgt.

„Für ihn wäre es auch das größte Spiel seiner Karriere gewesen, er ist ein feiner Kerl, deshalb tut er mir und den anderen leid“, sagte Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger. Er habe es am liebsten, wenn auch beim Gegner die besten Spieler auf dem Platz stehen, sagte der Nationalspieler weiter, und fügte schnippisch an: „Ein Spieler mit solchen Qualitäten wird sicher noch das eine oder andere Champions-League-Finale spielen.“ Dann aber mit den Bayern.

Dass Götze ausfällt, sagte Schweinsteiger, schwäche Dortmund „vielleicht ein bisschen, wegen seiner individuellen Klasse, deshalb hat ihn ja auch der FC Bayern verpflichtet. Trotzdem wird Dortmund elf Spieler auf dem Platz haben, die alles geben werden für den Erfolg.“ Abwehrspieler Dante ergänzte: „Man kennt seine Qualität, er ist unglaublich talentiert. Trotzdem bleibt es nicht einfach, das Finale zu gewinnen. Und es wäre psychologisch für ihn auch nicht einfach gewesen, das Finale zu spielen.“ Wegen des Wechsels.

Dante macht sich derweil intensivere Gedanken darüber, wie die Münchner BVB-Angreifer Robert Lewandowski stoppen können. Der sei „momentan einer der besten Stürmer der Welt. Was er gegen Madrid gemacht hat (vier Tore im Halbfinal-Hinspiel, d.Red.), hat mich nicht überrascht, weil er sehr viel Qualität hat. Es ist nicht so einfach, gegen ihn zu verteidigen“, sagte der Brasilianer: „Aber Dortmund ist nicht nur Lewandowski...“

Indes steigt auch bei den Bayern die Vorfreude. „Ich hoffe“, sagte Dante, „dass wir Geschichte schreiben.“ Und Schweinsteiger betonte: „Die Mannschaft hat, das spürt man, von Tag zu Tag mehr Spannung aufgebaut. Wir alle wollen jetzt nach London und dieses Spiel spielen.“ Der Meister strebe das „perfekte Spiel“ an. Deshalb habe er Überlegungen angestellt: „Wie können wir sie schlagen?“ Wenn die Münchner ihr Potenzial ausschöpften, könne der Sieger aber nur FC Bayern heißen. „Es liegt nur an uns“, sagte Schweinsteiger.

Es sei dennoch nicht gerecht, wenn der BVB die Favoritenrolle dem Rekordmeister zuschiebe, meinte der 28-Jährige. „Dortmund mag gerne in der Underdog-Position sein, was falsch ist. Sie waren zwei Mal deutscher Meister, letztes Jahr Double-Sieger.“ Trotz der in den vergangenen Jahren gewachsenen Rivalität erwartet Schweinsteiger in Wembley „kein extrem emotionales, aber ein sehr intensives Spiel. Da wird bis zur letzten Sekunde gekämpft.“

sid

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