Ministerpräsident kritisiert „Hintern-Spiel“

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Johan Wiland hat sich den Zorn des schwedischen Ministerpräsidenten zugezogen.

Kiew - Die Schüsse schwedischer Nationalspieler auf das nackte Hinterteil von Ersatztorhüter Johan Wiland haben in Schweden bis hinein in höchste politische Kreise für Wirbel gesorgt.

Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt kritisierte die Aktion stark. „Menschen, die Verantwortung tragen, sollten sich dessen bewusst sein und sich entsprechend verhalten. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, was man tun kann, um seiner Verantwortung gerecht zu werden“, sagte der Politiker der Zeitung Expressen, und fügte mit Blick auf das kommende EM-Spiel am Freitag in Kiew an: „Das Wichtigste für das schwedische Volk ist, dass wir gegen England gewinnen.“

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Wiland hatte im Training am Dienstag beim beliebten Spiel „Ball hochhalten“ gepatzt und war deshalb auf ungewöhnliche Art bestraft worden. „Geschmacklos“, fand dies Wirtschaftsministerin Annie Lööf, und Göran Hägglund, Minister für Gesundheit und Soziales, meinte: „Das war nicht gut. Solcher Art Spielchen sollte man sich nicht hingeben.“ Bildungsminister Jan Björklund sagte: „Sie sind Vorbilder für viele junge Leute, das ist unmöglich!“

Verbandspräsident Karl-Erik Nilsson hat derweil von der Mannschaft und speziell von Teammanager Marcus Allbäck, der an der Aktion teilnahm, eine Erklärung gefordert. Generalsekretär Mikael Santoft nahm Allbäck jedoch in Schutz. „Wir haben vollstes Vertrauen in ihn“, sagte er.

SID

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