Schock-Verletzung bei Subotic - OP am Abend

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Neven Subotic (Archivfoto)

Dortmund - Nach einem Zweikampf mit dem Wolfsburger Sotirios Kyrgiakos ist Dortmunds Innenverteidiger Neven Subotic in eine Klinik eingeliefert worden. Wenig später gab es die ernüchternde Diagnose.

Das Entsetzen stand Trainer Jürgen Klopp ins Gesicht geschrieben, als Neven Subotic zur Halbzeitpause in die Kabine kam. „Als ich ihn gesehen habe, wusste ich, dass das nicht mit einer Prellung abgetan ist.“ Die ernüchternde Nachricht erhielt der Coach vom deutschen Meister Borussia Dortmund unmittelbar nach dem 5:1 gegen den VfL Wolfsburg aus dem Krankenhaus. Der Innenverteidiger hat einen „Mittelgesichtsbruch“ erlitten und wird somit in der Bundesliga-Hinrunde nicht mehr zur Verfügung stehen.

Am Samstagabend wurde der 22-Jährige fast zwei Stunden lang im Universitätsklinikum/Knappschaftskrankenhaus in Bochum-Langendreer operiert. In der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Klinik wurden dem Abwehrspieler von Prof. Martin Kunkel drei Platten im Oberkiefer und in der Augenhöhle eingesetzt. Subotic muss noch einige Tage im Krankenhaus bleiben.

Der Serbe hatte die Blessur bei seinem 108. Liga-Einsatz ausgerechnet im Strafraum der Wolfsburger bei einem Kopfball-Duell durch einen - unverständlicherweise nicht geahndeten - Ellbogenschlag von Sotirios Kyrgiakos in der 42. Minute erlitten und mit geschwollenem linken Auge und Nasenbluten noch bis zum Halbzeitpfiff auf dem Feld durchgehalten. Die schwere Verletzung des Serben warf „einen großen Schatten“ (Klopp) auf die grandiose Vorstellung des Meisters.

Rustikaler Einsatz mit Gesichtsblessuren scheint derzeit zu einem größeren Problem auf den Fußballfeldern zu wachsen. Bereits am vergangenen Wochenende musste der Leverkusener Michael Ballack nach einem Ellbogencheck des Freiburgers Jan Rosenthal mit seinem Nasenbeinbruch ausgewechselt werden. Am Mittwoch erlitt Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar beim 0:0 von Schalke 04 in der Europa League gegen AEK Larnaka ebenfalls eine Fraktur des Nasenbeins. Der zunächst befürchtete Jochbeinbruch bestätigte sich in diesem Fall zum Glück nicht.

Die Dortmunder treffen am nächsten Bundesliga-Spieltag in zwei Wochen auf den FC Bayern München.

dpa/sid

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