"Soll sich nicht zu sicher fühlen"

Schlagbar? Watzke und Klopp kontern Hoeneß

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Hans-Joachim Watzke

Köln - Der verbale Schlagabtausch zwischen Bayern München und Borussia Dortmund hat schon vor der Auslosung der Halbfinal-Paarungen in der Champions League begonnen.

Die Aussage des Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß, Dortmund sei das Wunschlos und der „schlagbarste Gegner“, konterte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke umgehend.

„Die vergangenen Jahre haben ja gezeigt, dass wir gegen die Münchner durchaus das eine oder andere Spiel gewinnen können. Da sollte sich Uli Hoeneß also nicht zu sicher fühlen“, sagte Watzke der Tageszeitung Die Welt.

Er sei, fügte Watzke hinzu, da offenbar romantischer veranlagt. „Für mich liegt der Reiz des Europapokals auch darin, internationale Partien zu spielen. Darum würde ich mich über zwei deutsch-spanische Duelle mehr freuen als über ein Halbfinale gegen die Bayern.“ Einen Wunschgegner nannte er nicht: „Die anderen drei Klubs sind allesamt Weltspitze. Da gibt es keine Unterschiede mehr.“

BVB-Trainer Jürgen Klopp hat mit Blick auf die Auslosung am Freitag (12.00/Sky Sport News HD und Eurosport) ebenfalls keinen Wunschgegner. Allerdings reagierte auch er auf die Äußerungen aus München. „Ich bin immer sehr dankbar, wenn man mir eine Vorlage bietet. Das war zuletzt nicht der Fall, da war alles ruhig“, sagte der 45-Jährige im Rückblick auf das 0:1 im Pokal-Viertelfinale Ende Februar, nachdem die Münchner zuvor sechs Spiele gegen den BVB nicht gewonnen hatten. „Der Sieg scheint ihnen den Respekt genommen zu haben. Aber das war unsere Schuld.“

Klopp führt die Aussagen von Hoeneß auf das gestiegene Selbstbewusstsein des neuen Meisters zurück. „Aber das ist auch nachvollziehbar“, ergänzte der BVB-Coach im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) beim Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth. Dort hofft Klopp seine stärkste Mannschaft aufs Feld schicken zu können. Lediglich Sven Bender, Lukasz Piszczek und Torhüter Roman Weidenfeller seien noch leicht angeschlagen.

Klopp berichtete, dass er den spektakulären Fußball-Krimi am Dienstag im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Malaga (3:2), als der BVB das Spiel in der Nachspielzeit mit zwei Toren im Abstand von 69 Sekunden drehte, erst nachts zu Hause verarbeitet habe. Er sei „komplett kaputt“ gewesen. „Das war ein Erlebnis für die Ewigkeit und wie eine gefühlte Meisterschaft. Es waren ähnliche Emotionen wie bei der ersten Meisterschaft 2011“, erklärte Klopp. Seine Mannschaft habe sich vor dem Spiel großen Druck gemacht, umso größer sei die Explosion gewesen.

sid

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