Schalke in der Provinz - 96 mit breiter Brust

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Hannovers Didier Ya Konan

Hannover/Cluj - Schalke 04 muss zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase durch Osteuropa tingeln. Hannover 96 will zuhause gegen Standard Lüttich eine Mini-Krise abwenden.

Schalke 04 hat in Rumänien kein echtes Auswärtsspiel, Hannover 96 hofft gegen Standard Lüttich auf den Heimvorteil: Zum Start der Gruppenphase der Europa League wollen sich die Bundesligisten für ihre jüngsten Niederlagen in der Liga rehabilitieren. Raul und seine Schalker müssen dabei den Strapazen ihrer Anreise in die rumänische Provinz trotzen.

Aufgrund einer von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verhängten Platzsperre kann Steaua Bukarest am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Kabel 1) nicht im Nationalstadion spielen, sondern muss ins 325 km entfernte Cluj ausweichen. Das muss kein Nachteil sein: „So hat Steaua kein echtes Heimspiel. Die Rumänen sind allerdings fußballverrückt, daher wird auch das Stadion in Cluj voll sein und die Zuschauer hinter Steaua stehen“, sagte Schalkes rumänischer Nationalstürmer Ciprian Marica.

Das größte Fragezeichen steht bei S04 hinter dem Einsatz von Torwart Ralf Fährmann, der in Wolfsburg am vergangenen Sonntag (1: 2) einen Bänderriss sowie einen Kapselanriss im rechten Sprunggelenk erlitten hatte. Anstelle von Fährmann könnte Lars Unnerstall sein internationales Debüt bei den Königsblauen feiern.

Keine leichte Aufgabe beim 23-maligen rumänischen Meister. „Rumänen sind traditionell immer gute Fußballer, daher wird Steaua Bukarest sicher der schwierigste Gegner in der Gruppe, in der wir uns als Favorit sehen“, sagte Sportdirektor Horst Heldt. Marica ergänzte: „Natürlich wäre ich lieber nicht gegen einen Klub aus meinem Heimatland angetreten. Das wird keine leichte Aufgabe für uns, aber wir haben das bessere Team und können gegen Steaua gewinnen.“

Nach der erfolgreichen Qualifikation gegen das spanische Top-Team FC Sevilla ist auch bei Hannover 96 das Selbstvertrauen gewachsen. „Es ist schon unser Ziel, noch eine Runde weiterzukommen. Wir dürfen da eine breite Brust zeigen“, sagte Trainer Mirko Slomka. Mit einem Erfolg gegen Standard Lüttich (19. 00 Uhr/Sky und Kabel 1) würde Hannover nicht nur einen tollen Auftakt in der Gruppenphase hinlegen, sondern auch die kleine Krise von vier Spielen ohne Sieg in Folge beenden.

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Dabei helfen soll Torjäger Mohammed Abdellaoue, der seine Leistenbeschwerden gerade rechtzeitig auskuriert hat. Der Treffer des Norwegers beim Rückspiel in Spanien ebnete den Niedersachsen den Erfolgsweg in die Gruppenphase, die für die Norddeutschen noch nicht die Endstation nach 19-jähriger Europacupabstinenz sein muss.

Wegen der Genesung von Abdellaoue muss sich Didier Ya Konan wie schon gegen Sevilla voraussichtlich erneut in Geduld üben und wieder auf der Auswechselbank Platz nehmen. Bangen muss Slomka noch um Linksverteidiger Christian Schulz. 96-Kapitän Steven Cherundolo könnte notfalls die Seite wechseln und auf der linken Außenbahn agieren.

Nicht nur wegen dieser Unwägbarkeiten warnt Slomka bei allem Optimismus davor, die eher namenlosen Belgier zu unterschätzen: „Sie sind aufgrund ihrer großen internationalen Erfahrung ein starkes Team. Für Mittelfeldspieler Sergio Pinto genau der richtige Gegner, um die 96-Minikrise hinter sich zu lassen: „Das 0:3 in Stuttgart war ein Warnschuss zur rechten Zeit.“

Die Statistik jedenfalls spricht nicht gerade für die Gäste, die mit deutschen Teams in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Probleme hatten. In neun Begegnungen seit 1996 blieben die Belgier gegen Kontrahenten aus der Bundesliga ohne Sieg. Ähnlich schlecht sieht es anhand der Zahlen für Steaua Bukarest aus. In zwölf Spielen gegen deutsche Klubs gab es bislang nur einen Sieg und den ausgerechnet am 8. Dezember 1957 gegen den Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund (3:1). In den letzten drei Duellen gegen deutsche Gegner konnte Steaua kein Tor erzielen.

sid

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