Schalke: Hildebrand muss sich hinten anstellen

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Timo Hildebrand steht seit vergangener Woche beim FC Schalke unter Vertrag.

Gelsenkirchen - Schalkes Neuzugang Timo Hildebrand muss auf seinen ersten Einsatz für die "Königsblauen" wohl noch eine Weile warten. Lars Unnerstall ist derzeit die Nummer 1 und wird das wohl auch vorerst bleiben.

Timo Hildebrand muss sich offenbar gedulden. Selbst wenn alles gut läuft für den früheren Nationaltorwart, wird er am Mittwoch beim DFB-Pokal-Spiel seines neuen Klubs Schalke 04 beim Zweitligisten Karlsruher SC (19.00 Uhr/Sky) zunächst nur Mathias Schober von der Ersatzbank verdrängen. Und auch ein Einsatz am kommenden Samstag in der Bundesliga gegen seinen ehemaligen Klub 1899 Hoffenheim ist äußerst unwahrscheinlich.

„Derzeit gibt es für den Trainer eigentlich keinen Grund, etwas zu ändern. Ein Wechsel wäre schwierig zu erklären“, sagte Schalkes Manager Horst Heldt nach dem 1:0 (0:0) des Pokalsiegers beim Vizemeister Bayer Leverkusen, an dem Youngster Lars Unnerstall maßgeblichen Anteil hatte. Der 21 Jahre alte Keeper hatte als Vertreter des verletzten Stammtorwarts Ralf Fährmann in seinem ersten Bundesligaspiel über die volle Distanz einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, war der ruhende Pol hinter einer gut funktionierenden Abwehrkette.

Nach dem Abfiff ließ sich Unnerstall von den Schalke-Fans in der Kurve feiern und betätigte sich zudem auf dem Zaun als Einpeitscher wie Manuel Neuer nach dem 2:0 der Schalker an selber Stelle im März 2010. Mit dem Nationaltorwart und ehemaligen Schalke-Kapitän will sich Unnerstall aber nicht vergleichen, mit seiner eigenen Entwicklung in den vergangenen Tagen ist er aber mehr als zufrieden. „Es läuft ganz gut, nun muss ich weiter an mir arbeiten. Es ist doch klar, dass ich weiter spielen will“, sagte Unnerstall, der sich bereits nach dem 5:0 der Schalker in der Europa League in Larnaka weit aus dem Fenster gelehnt und erklärt hatte: „Ich habe gespielt und werde weiter spielen.“

Heldt sagte nach dem Auftritt des kecken Keepers in Leverkusen: „Er hat seinen Worten auch Taten folgen lassen. Seine Äußerungen in der Öffentlichkeit waren mutig, damit setzt man sich manchmal auch selbst unter Druck. Aber Lars hat das exzellent gemacht, er hat super gehalten.“

Auch Schalkes Trainer Hubb Stevens war hochzufrieden mit dem jungen Mann. „Natürlich sind wir froh darüber, dass Lars Unnerstall seine Sache gut gemacht hat“, sagte der Niederländer, kündigte aber gleichzeitig an: „Alle unsere Torhüter werden in Zukunft den Konkurrenzkampf annehmen müssen. Schober sollten wir dabei nicht vergessen, und Ralf Fährmann kommt ja auch irgendwann zurück.“ Stevens unterstrich zudem noch einmal die Notwendigkeit der Verpflichtung Hildebrands: „Es wäre fahrlässig gewesen, nur mit zwei Torhütern in die nächsten Wochen zu gehen. Dass sich Timo aber erst einmal einfinden muss, ist doch normal.“

Hildebrand, der in Leverkusen auf der Tribüne saß, stellt nach seiner langen Pause keine Ansprüche: „Ich komme hier bestimmt nicht hin und fordere, die Nummer eins zu sein. Ich war lange Zeit raus und arbeite mich jetzt wieder rein. Meine Aufgabe ist es, jeden Tag im Training Gas zu geben und mich dem Trainer anzubieten. Wenn mir das gelingt, kommt alles Weitere von selbst“, sagte der siebenmalige Nationalspieler.

sid

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