Schalke gewinnt bei Hertha BSC

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Der Schalker Teemu Pukki (l) kämpft um den Ball mit Andre Mijatovic.

Berlin - Dank der Offensiv-Zauberer Huntelaar, Pukki und Raúl leuchtet Königsblau zumindest für eine Nacht mit ganz oben in der Fußball-Bundesliga.

Der FC Schalke 04 gewann am Freitag zum Auftakt des 16. Spieltags mit 2:1 (2:1) bei seinem Lieblingsgegner Hertha BSC und hat nun als Zweiter ebenso 31 Punkte auf dem Konto wie Spitzenreiter FC Bayern München.

“Holland-Knipser“ Klaas-Jan Huntelaar (19.) und der Finne Teemo Pukki (43.) auf Vorarbeit von Spanien-Routinier Raúl sicherten dem Pokalsieger den vierten Auswärtssieg der Saison. Vor 52 382 Zuschauern im kalten Olympiastadion zeigte der Aufsteiger durchaus ansehnliche Offensivaktionen und schaffte durch Adrian Ramos (25.) auch den Ausgleich, doch zu viele Fehler kosteten am Ende einen möglichen Punktgewinn. Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie muss die Hertha aufpassen, in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen.

Von Verunsicherung wegen der Diskussion um die Zukunft von Markus Babbel war bei den Berlinern wie vom Trainer erwartet nichts zu spüren. “Die Mannschaft weiß, mit der Situation umzugehen. Das ist kein Problem“, hatte der Coach vor Spielbeginn im TV-Sender Sky erklärt. Doch gegen sicher stehende Schalker erzielte der Neuling kaum Wirkung. Die Gäste investierten zunächst wenig in das Spiel, konnten sich aber im entscheidenden Moment auf die Klasse ihres starken Angriffstrios verlassen.

Die bizarren Rituale der Fußballstars

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Mit ihrer ersten gelungenen Offensivaktion gingen die Gäste etwas überraschend in Front. Eine Flanke von Christian Fuchs verlängerte Herthas Abwehrchef Roman Hubnik mit dem Kopf unfreiwillig zu dem hinter ihm lauernden Huntelaar. Der Niederländer überlistete Hertha-Keeper Thomas Kraft mit einem Schuss in die kurze Ecke zu seinem 25. Pflichtspiel-Tor in dieser Saison. Wenig später hätte Pukki die Verunsicherung der Hausherren fast erneut bestraft (23.).

Doch die Antwort des Aufsteigers auf den Rückstand ließ nicht lange auf sich warten - und wieder einmal zeigte sich die Schalker Anfälligkeit bei Standardsituationen: Ramos übersprang nach Raffaels präzise hereingeschlagenem Eckball die Schalker Rückkehrer Benedikt Höwedes und Kyriakos Papadopoulos und überwand den zögernden Lars Unnerstall im Gäste-Tor per Kopf zum Ausgleich.

Dass die Königsblauen dennoch mit einer Führung in die Pause gehen konnten, verdankten sie der Klasse ihrer Angreifer, die gegen tief stehende Herthaner immer besser in die Partie kamen. Weltstar Raúl bediente zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff mustergültig den quirligen Finnen Pukki, der sich an der Strafraumgrenze gegen drei Berliner durchsetzte und Kraft mit trockenem Schuss zum zweiten Mal überwand.

Schalke blieb auch nach dem Seitenwechsel am Drücker. Mit einer tollen Reaktion verhinderte Kraft den nächsten Treffer von Huntelaar, der nach Fuchs-Flanke erneut freie Schussbahn hatte (59.). Berlin bemühte sich zwar mit großem läuferischen Aufwand, noch einmal den Anschluss herzustellen, doch die Angreifer konnten sich nicht mehr in Szene setzen.

dpa

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