Schaaf verärgert: Naldo jetzt auch noch verletzt

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Thomas Schaaf (li.) regt sich über Naldo auf.

Belek - Thomas Schaaf ist sauer. Naldo liebäugelt öffentlich mit einem Wechsel nach Brasilien. Jetzt ist der Innenverteidiger von Werder Bremen auch noch verletzt.

Thomas Schaaf ist schon wieder sauer auf Naldo. Nachdem der brasilianische Verteidiger den Trainer von Werder Bremen zunächst mit seinen Wechselabsichten verärgert hatte, kommt nun eine Verletzung hinzu, wegen der Naldo am Donnerstag in Belek nicht mit dem Fußball-Bundesligisten trainieren konnte. “In der Sache ist schon kräftig Dampf drin“, sagte Schaaf. “Er ist ein wichtiger Part in unserer Abwehr und, wenn ich mir jetzt vorstelle, ohne ihn zu arbeiten, rege ich mich darüber auf.“

Bereits am Mittwochabend hatte Naldo über Kniebeschwerden geklagt. Auf dem Trainingsplatz war es danach zu einer längeren Diskussion zwischen Naldo sowie Schaaf und Clubchef Klaus Allofs gekommen. Der Innenverteidiger wollte sogar während der hitzigen Debatte vorzeitig gehen, ehe ihn Allofs zurückhielt.

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“Er hat Probleme an der Außenseite des linken Knies“, berichtete Schaaf: “Das ist eine neue Verletzung.“ Wegen einer Blessur des rechten Knies hatte Naldo bis zum August rund 15 Monate pausiert. “Wir sind unglücklich damit“, gab der Coach zu: “Wir haben zuletzt genügend Gegentore bekommen, die Abwehr ist da ein wichtiger Punkt, an dem wir arbeiten müssen - und jeder weiß, was Naldo da nach seiner Rückkehr für uns bewegen konnte.“

Der Brasilianer hatte zuvor bereits für Aufregung gesorgt, weil er den Bundesligisten noch vor Ende Januar verlassen will. Naldo, dessen Vertrag bei Werder bis 2013 läuft, hat nach eigener Aussage ein Angebot von Internacional Porto Alegre. Laut Allofs gibt es jedoch kein ausreichendes Angebot des brasilianischen Vereins.

Porto Alegre bekundet offiziell Interesse an Naldo

Der brasilianische Fußball-Erstligist Internacional Porto Alegre hat inzwischen offiziell sein Interesse an Innenverteidiger Naldo bekundet und gleichzeitig dem Bundesligisten für die Aufnahme von Transferverhandlungen eine Frist gesetzt. „Wir werden sehen, was sich bis Freitag tut. Wenn wir dann merken, dass es eine Möglichkeit gibt, können wir uns noch etwas gedulden“, erklärte Manager Fernandao.

Falls die Bremer aber bei ihrem kategorischen Nein blieben, sei der Transfer für die Brasilianer aber abgehakt. Fernandao bekräftigte gegenüber dem Internetportal UOL: „Naldo ist unsere erste Wahl.“ Der Klub sucht für den in der ersten Jahreshälfte stattfindenden südamerikanischen Libertadores-Cup einen erfahrenen Innenverteidiger und sieht in dem 29 Jahre alten Bremer die ideale Lösung. Brasilien sei sein Land, und er wäre wieder näher bei seiner Familie, hatte Naldo erklärt.

dpa/sid

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