Sammer auf Schmusekurs zu Löw

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DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.

Frankfurt - Matthias Sammer hält die langjährige Dauerfehde mit Bundestrainer Joachim Löw für endgültig beendet. Der DFB-Sportdirektor geht jetzt sogar auf Schmusekurs mit "Bundes-Jogi".

 “So wie sie dargestellt wurde, gab's diese Bruchstelle nie. Wir hatten natürlich auch mal Auseinandersetzungen. Aber ich nenne das Streitkultur - es ging immer um Inhalte, und daraus ist jetzt ein sehr gutes Verhältnis erwachsen“, sagte Sammer in einem Interview der “Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sei “in seiner Rolle auch sehr wichtig für mich“, betonte Sammer. Die Art und Weise, wie Löw seinen Beruf lebe, strahle “nach unten“ in den Nachwuchsbereich aus, erklärte Sammer.

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Er hatte seinen Posten als DFB-Sportdirektor im April 2006 angetreten und sich gegen den Wunschkandidaten des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann, Bernhard Peters, durchgesetzt. Sein Verhältnis zu Löw, damals Assistent von Klinsmann, galt lange als belastet. Immer wieder gerieten die Beiden im Streit um die Zuständigkeiten für die U 21 aneinander.

In der jüngsten Führungsspieler-Debatte bekräftigte der Europameister von 1996 seine Position, stellte aber den Begriff erstmals infrage. “Vielleicht ist der Begriff tatsächlich missverständlich, darüber werden wir mal nachdenken“, sagte Sammer. In der Sache bekräftigte der 44-Jährige jedoch: “Meine Erfahrung ist einfach, dass nicht alle Menschen, nicht alle Spieler gleich sind. Eine komplett flache Hierarchie widerspricht jeglicher Realität, wir dürfen nicht alle Spieler über einen Kamm scheren.“

dpa

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