Rummenigge spricht über Verhandlungen

"Guardiolas erster Satz war: Wie geht es Jupp?"

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Karl-Heinz Rummenigge

München - Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich am Donnerstag ausführlich zur Verpflichtung von Star-Trainer Pep Guardiola geäußert - und auch Einblicke in die Verhandlungen gegeben.

Star-Trainer Pep Guardiola wird während der Bundesliga-Rückrunde nicht auf dem Gelände von Bayern München auftauchen.  „Er wird in New York bleiben und dort intensiv Deutsch lernen. Er möchte die laufende Saison und auch die Arbeit von Jupp Heynckes nicht in irgendeiner Weise stören“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorsitzende des Vorstands beim deutschen Rekordmeister, am Donnerstag.

Rummenigge geht davon aus, Guardiola womöglich erst zu dessen Dienstantritt am 1. Juli in München präsentieren zu können. Bei der Entscheidung des Spaniers für die Bayern habe „das Gesamtkonzept“ die entscheidende Rolle gespielte, meinte der Vorstandsvorsitzende. „Wir haben ein gutes Image“, sagte er und ergänzte bezugnehmend auf andere europäische Vereine wie Manchester City oder den FC Chelsea, die ebenfalls um Guardiola buhlten: „Wenn es exklusiv ums Geld gegangen wäre, hätten wir überhaupt keine Chance gehabt.“

Rummenigge verriet auch, was Guardiola nach der Einigung sagte: "Sein erster Satz war, übrigens auf Deutsch: Wie geht es Jupp?"

Der FC Bayern hat laut Rummenigge schon vor Weihnachten erste konkrete Verhandlungen mit Guardiola geführt. „Dann haben wir die Gespräche intensiviert und konnten nach Weihnachten Einigkeit erzielen“, sagte Rummenigge.

Guardiola wolle „wahrscheinlich“ zwei Assistenten mit nach München nehmen, berichtete Rummenigge. Namen nannte er nicht. Details zum Trainerteam würden erst in den nächsten Wochen diskutiert.

Dem Trainer-Routinier Jupp Heynckes, der nach dieser Saison in Rente gehen will, sollen die Bayern-Fußballer nach Wunsch Rummenigges einen „verdienten Abgang“ bescheren, also deutscher Meister werden. Rummenigge hatte am Morgen mit den Spielern gesprochen, von denen er „jetzt erst recht“ nach zwei titellosen Spielzeiten die Meisterschaft forderte.

In einem rund zweistündigen Gespräch am Mittwoch habe er Heynckes angeboten, ihn nach dem Ende seiner Trainertätigkeit weiter in den Verein einzubeziehen, berichtete Rummenigge. Die Entscheidung wurde vertagt, Heynckes wollte „ein paar Nächte darüber schlafen“.

Dass der 67-Jährige von Juli an nicht mehr auf der Trainerbank der Bayern sitzen werde, habe sich schon im alten Jahr abgezeichnet, als Heynckes der Clubführung „tendenziell zu verstehen gab“, aufhören zu wollen. Von da sei man in Verhandlungen mit dem Management Guardiolas getreten, nach Weihnachten wurde eine Einigung erzielt.

Am Mittwoch hatte der FC Bayern bekannt gegeben, dass der ehemalige Trainer des FC Barcelona am Saisonende des Traineramt von Heynckes übernehmen wird. Heynckes habe laut Rummenigge die Verpflichtung von Guardiola ausdrücklich begrüßt und von einer „wunderbaren Wahl“ gesprochen.

dpa/sid

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