Rummenigge: Heynckes kann länger bleiben

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Der Trainer des FC Bayern, Jupp Heynckes (Mitte) und der Vorstandsvorsitzende, Karl Heinz Rummenigge (rechts) kommen am Donnerstag auf dem Flughafen München an.

München - Karl-Heinz Rummenigge möchte Trainer Jupp Heynckes gerne länger an den Verein binden und findet, dass sein FC Bayern den Champions-League-Titel verdient hat.

„Wenn er will, könnte er auch noch länger bleiben als bis zum Vertragsende 2013“, sagte Rummenigge der "Bild". Er glaube nicht, dass Heynckes auf die Idee komme, im Falle eines Triumphes im Finale der Champions League am 19. Mai im eigenen Stadion gegen den FC Chelsea zurückzutreten. „Jupp ist da anders gestrickt. Er hat solche Gedanken nicht. Jupp hat einen ganz besonderen Charakter in dieser Hinsicht“, so Rummenigge.

Er glaubt, dass seinem Club die Sympathien im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea gehören. “Seit Mittwochabend habe ich eine unglaubliche Anzahl von SMS und E-Mails bekommen von Kollegen aus ganz Europa. Ihnen allen gefällt es, dass wir mit unserer Philosophie ein Finale bestreiten können. Sie gönnen uns den Titel“, sagte Rummenigge.

Seine Mannschaft würde den Titel verdienen, “weil sie diesen unglaublichen Willen hat“, sagte der 56-Jährige. Rummenigge warnte aber zugleich vor zu viel Euphorie: “Für Chelsea ist es eine unglaubliche Chance, eine nicht zufriedenstellende Saison mit einem großen Erfolg abzuschließen. Das dürfen wir nicht unterschätzen.“

Auch das DFB-Pokal-Endspiel gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund eine Woche zuvor hat für Rummenigge einen ganz besonderen Stellenwert. “Jede Mannschaft wird unter Beweis stellen wollen, dass sie besser ist als die andere“, sagte er. Die Seele des Bayern-Fans würde sich mit einer erneuten Niederlage gegen den BVB “natürlich schwer tun“.

Zugleich hofft er, dass sich das Verhältnis zwischen Dortmund und Bayern trotz aller Rivalität nicht eintrübt. Dabei benannte er ein warnendes Beispiel: “In Spanien spürst du es in jedem Gespräch, an jeder Ecke, auf welches niedrige Niveau das Verhältnis der beiden Top-Klubs Real und Barcelona abgerutscht ist.“

sid / dpa

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