Rummenigge fordert Kompromisse

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Karl-Heinz Rummenigge

München - Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat im festgefahrenen Konflikt um künftige Sicherheitskonzepte innerhalb des Profifußballs alle Seiten zum Einlenken aufgefordert.

„Wenn es dem Fußball nicht gelingt, Lösungen zu finden, laufen wir Gefahr, dass die Politik diese Lösungen selbst findet - ohne Einbeziehung von Vereinen, DFL, DFB und Fans“, schreibt Rummenigge im Vorwort des am Samstag zum Topspiel gegen Eintracht Frankfurt erscheinenden Bayern-Magazins.

Die Debatte um das von den Verbänden zur Abstimmung gestellte Strategiepapier „Sicheres Stadionerlebnis“ sei in den vergangenen Wochen „viel zu aufgeregt, aggressiv und populistisch“ geführt worden, kritisierte der Münchner Funktionär.

Die Verbände stehen nach den Ausschreitungen in der vergangenen Saison enorm unter Druck, weil die Innenminister auf eine schnelle Umsetzung von neuen Maßnahmen drängen. Das Konzept beinhaltet auch verschärfte Sanktionen wie die mögliche Einbehaltung von Fernsehgeldern und längere Stadionverbote. Viele Fans wehren sich dagegen. „Mir ist klar, dass hier von allen Beteiligten ein gewaltiger Spagat verlangt wird“, schrieb Rummenigge.

dpa

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