Rummenigge: Mubarak-Äußerung empört Schweizer

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FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht in einem Interview erneut über eine mögliche Revolution gegen die FIFA.

München - FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge spricht in einem Interview erneut über eine mögliche Revolution gegen die FIFA. Weil er dabei den gestürzten Mubarak erwähnt, ist die Schweiz empört!

FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist bereit für die Revolution gegen die FIFA und deren Präsident Joseph Blatter. „Ich werde es nicht länger akzeptieren, dass uns Menschen führen, die nicht ernsthaft und sauber arbeiten“, sagte Rummenigge Ende Juli der englischen Tageszeitung The Guardian und ergänzte: „Ich bin bereit für eine Revolution, wenn das der einzige Weg ist, eine Lösung zu finden.

Jetzt referiert er im Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz" erneut darüber. Blatter solle den Weltverband demnach lieber selbst reformieren, "bevor das sein Nachfolger macht oder bevor eine Revolution von außen kommt. Denn eine Revolution von außen bringt mit Sicherheit große Irritationen und Probleme", sagt Rummenigge.
Als Beleg nennt er ein Beispiel aus der aktuellen Politik. "Hosni Mubarak (der gestürzte Staatspräsident Ägyptens, Anm. d. Red.) hätte sich vor einem Jahr auch nicht vorstellen können, dass er aus dem Amt gejagt würde."

Das sorgt in der Schweiz, der Heimat Sepp Blatters, für Wirbel! Denn: Mubarak wird von der ägyptischen Staatsanwaltschaft die Mittäterschaft am Tod von 800 Demonstranten vorgeworfen. Er muss sich derzeit vor Gericht verantworten.

Ein Kolumnist der eidgenössischen Boulevardzeitung "Blick" empört sich: "Einen solchen Mann mit Blatter in Zusammenhang zu bringen, hat mit Kritik nichts zu tun. Das ist eine Diffamierung weit unter der Gürtellinie. Das übelste Foul in Rummenigges Karriere."

tz

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