Bayern happy nach deutlichem Sieg

Rummenigge: "Die Reaktion war wichtig"

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5:0 - da darf man sich feiern lassen

München - Zum Start in die große Woche mit dem Gigantenduell gegen Dortmund trumpfen die Bayern auf. Vorstandschef Rummenigge wertet den deutlichen Sieg gegen Hannover als wichtige Reaktion.

Uli Hoeneß schlenderte ganz gelassen durch die Mixed-Zone, mehr als ein „schönes Wochenende“ war dem Präsidenten von Bayern München nicht zu entlocken. Aber er musste auch nicht viel sagen. Nachdem der Bundesliga-Spitzenreiter die zarten Anflüge einer neuerlichen Herbst-Depression mit dem klaren 5:0 (3:0) gegen Hannover 96 eindrucksvoll vom Tisch gewischt hatte, herrschte bei den Bayern: pure Erleichterung. Auch Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, der die Mannschaft nach den beiden 1: 1-Durchhängern in Nürnberg und Valencia mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen hatte, gab sich handzahm.

„Es war wichtig, dass die Mannschaft nach den zwei nicht so guten Spielen eine Reaktion gezeigt hat. Das hat sie sehr gut gemacht“, sagte Rummenigge mit ganz entspannter Miene: „Sie hat das von der ersten Minute an seriös umgesetzt. Man hat gesehen, dass sie unbedingt gewinnen will. Sie hat das gut gemacht.“

So viel Lob war bei den Bayern zuletzt selten zu hören. Doch der gelungene Start in eine „sehr entscheidende Woche“ (Rummenigge) mit dem Ausbau der Tabellenführung und den ersten Saisontreffern von Rekordmann Javi Martinez (3.), Dante (63.) sowie des lange verletzten Mario Gomez (67.) sorgten für tiefe Befriedigung. Kurzum: Es war ein Spieltag wie gemalt für die Bayern.

„Das ein sehr, sehr gutes Spiel von uns. Wir können sehr zufrieden sein“, sagte Mannschaftskapitän Philipp Lahm: „Die Reaktion, die wir heute gezeigt haben, war sehr, sehr gut.“ Und der überragende Toni Kroos, der das wichtige 2:0 (24.) erzielt hatte, meinte: „Es hat uns gutgetan, dass wir heute mit elf gegen elf gespielt haben. Gegen Nürnberg und Valencia haben wir uns in Überzahl schwergetan.

Nichts war mehr zu spüren von der Sorge, man könne wie im Vorjahr im November einbrechen. Trainer Jupp Heynckes zeigte sich nach seinem 200. Bundesliga-Spiel auf der Bayern-Bank zufrieden über die `giftige und aggressive“ Vorstellung der Mannschaft, die anders als zuletzt mit „hoher Konzentration“ gespielt habe.

In dieser Form ist dem Rekordmeister auch nicht vor dem Duell mit Verfolger Borussia Dortmund bange - auch wenn noch niemand über das Spitzenspiel gegen den Meister am kommenden Wochenende sprechen wollte. Denn zunächst geht es am Mittwoch zum SC Freiburg, und da, erinnerte Lahm, „haben wir uns in den letzten Jahren immer schwergetan“.

Viel lieber beschäftigten sich die Bayern ohnehin mit ihren Premieren-Torschützen. Der Spanier Martinez, seit seinem Wechsel im Sommer für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao nur selten überzeugend, ging nach seinem Fallrückzieher-Tor mit dem Spielball als Trophäe nach Hause.

„Ich bin sehr glücklich, weil ich der Mannschaft helfen konnte. Das frühe Tor hat die Sache erleichtert“, sagte der 24-Jährige mit einem Lächeln: „Es ist ein sehr spezielles Tor für mich, weil es das erste ist. Der Ball ist ein Erinnerungsstück. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich ein Fallrückzieher-Tor gemacht habe.“

Ähnlich war die Stimmung bei Gomez. Nur 26 Sekunden brauchte der nach seiner Sprunggelenk-Operation im August lange verletzte Stürmer, um nach seiner Einwechslung für Mario Mandzukic zum 5:0 zu treffen.

„Bis ich auf den Platz ging, war ich geduldig“, sagte er mit einem Grinsen: „Es war ein schöner Moment, eine Gefühlsexplosion. Bei dem Torjubel kamen dreieinhalb Monate Reha hoch. Ein schöner Moment für mich, für die Mannschaft nicht so sehr wichtig.“

Gomez vermied es anschließend, Ansprüche auf einen Stammplatz zu formulieren. Stattdessen lobte er seinen Hauptkonkurrenten Mandzukic („Mario hat die Abwehrspieler müde gelaufen) ausdrücklich und fiel auf keine auch noch so geschickte Falle der Journalisten herein. An diesem so perfekten Tag stimmte bei den Bayern einfach alles.

sid

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