Rudi Assauer soll in Schalkes "Ehrenkabine"

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Der ehemalige Manager Rudi Assauer leidet an Alzheimer. Nun soll er in die Ehrenkabine seines Ex-Arbeitgebers Schalke 04 aufgenommen werden.

Gelsenkirchen - Rudi Assauer soll in die „Ehrenkabine“ von Schalke 04 aufgenommen werden. Anfang des Jahres sorgte der Ex-Manager mit seinem Bekenntnis, an Alzheimer zu leiden, für Schlagzeilen.

„Besonders nach Bekanntwerden von Rudi Assauers Alzheimer-Krankheit sind viele Fans in Briefen, E-Mails und Faxen mit der Bitte auf den Verein zugekommen, den ehemaligen S04-Manager zu würdigen. Dieser Bitte ist der Vorstand gerne nachgekommen“, heißt es im aktuellen Schalker Stadionheft.

Der Ruhmeshalle der Königsblauen gehören derzeit 26 Personen an, darunter ehemalige Spieler wie Ernst Kuzorra, Klaus Fischer, Olaf Thon, Reinhard „Stan“ Libuda oder Rolf Rüssmann. Aber auch der derzeitige Trainer Huub Stevens und der legendäre Mannschaftsbetreuer Charly Neumann gehören der „Ehrenkabine“ an.

Assauers bewegender Auftritt im ZDF

Assauers bewegender Auftritt im ZDF

Bei der kommenden Schalker Jahreshauptversammlung am 3. Juni werden zwei neue Mitglieder gewählt. Das Vorschlagsrecht hat der dreiköpfige Vorstand, dessen Mitglieder Horst Heldt, Peter Peters und Alexander Jobst sollen nach einem Vereinsbeschluss aber Anregungen der Fans aufgreifen.

Assauer prägte die jüngere Schalker Klubgeschichte in seinen beiden Amtszeiten als Manager zwischen 1981 und 1986 sowie 1993 und 2006 maßgeblich. 1997 wurde Schalke UEFA-Cup-Sieger, später hatte er großen Anteil an Planung und Bau der neuen Arena.

Am 17. Mai 2006 trat Assauer als Schalker Manager zurück, nachdem ihn der Aufsichtsrat unter dem noch heute verantwortlichen Vorsitzenden Clemens Tönnies abberufen hatte. Assauer bezeichnete damals die Trennung im Streit als „größte Enttäuschung meines Lebens“. Im Stadionheft heißt es mit Blick auf Assauers Berufung: „Auch der Aufsichtsrat unterstützt dieses Unterfangen ausdrücklich.“

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