Robben fehlt länger als gedacht

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Arjen Robben

München - Der FC Bayern muss laut Jupp Heynckes nun doch noch "einige Wochen" auf seinen Superstar Arjen Robben verzichten. Der Trainer schildert den Comeback-Plan.

Jupp Heynckes hat eher beiläufig eine erneute schlechte Nachricht für Bayern München im schier endlosen „Fall Arjen Robben“ preisgegeben. Wie der Trainer des Fußball-Rekordmeisters am Donnerstag im nur für einige wenige Zuschauer zu sehenden Fan-Chat bei fcb.tv mitteilte, wird der dauerverletzte Superstar nach seiner Leisten-Operation nicht wie zunächst angenommen nur zehn Tage, sondern vielmehr „einige Wochen“ fehlen.

„Es ist so, dass Arjen 14 Tage Ruhe haben muss und dann nach zwei Wochen wieder mit leichtem Reha- und Lauftraining anfängt. Man kann das (Comeback) im Moment nicht genau terminieren. Ich bin der Meinung, dass er uns in einigen Wochen wieder zur Verfügung steht - und das ist auch ganz gut so“, sagte er.

Robben, der in dieser Saison nur ein einziges Bundesliga-Spiel über die volle Distanz absolviert hat, war nach anhaltenden Problemen vor einer Woche an der Leiste operiert worden. Angesichts des Höhenfluges der Bayern gab es schon Unkenrufe, wonach der Tabellenführer ohne den 27-Jährigen derzeit besser dran sei. „Wenn er dazustößt und fit ist, kann man die ganzen Diskussionen vergessen. Dann wird der FC Bayern noch besser sein“, sagte Heynckes dazu.

Abgesehen von der Personalie Robben entspannt sich die personelle Lage bei den Bayern. Heynckes kündigte an, im Spiel gegen Hertha BSC Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) den wiedergenesenen Ivica Olic zurück in den Kader zu nehmen. Er bescheinigte dem lange verletzten Kroaten, der bisher nur zwei Kurzeinsätze in dieser Spielzeit hatte, eine „sehr gute Rehaphase. Er hat sehr gut mit der Mannschaft trainiert, das ist ein Superprofi. Ich bin froh, dass ich ihn ins Aufgebot nehmen kann.“

Zudem hat Rafinha laut Heynckes seine Adduktorenprobleme überstanden und ist am Donnerstag ins Training eingestiegen, Franck Ribery steht nach einer Woche Training gegen Hertha ebenfalls bereit. Spätestens Anfang der kommenden Woche soll Breno wieder mit der Mannschaft üben können. „Er hat mit leichtem Lauftraining begonnen, bisher ist er schmerzfrei, das Knie hat nicht reagiert“, sagte Heynckes über den Verteidiger.

Die Frage, ob er seinen 2013 auslaufenden Vertrag verlängern werde, beantwortete Heynckes ausweichend. „Das ist zu weit vorgegriffen. Ich bin ja erst drei, dreieinhalb Monate hier. Es ist ein sehr guter Beginn, ein positiver Anfang, es macht Spaß mit der Mannschaft und mit allen, die mit mir zusammenarbeiten. Wir versuchen, die deutsche Meisterschaft zu erringen und das, was sonst noch als Krümel übrig bleibt, mitzunehmen. Dann muss man weiter sehen. Ich plane nicht soweit voraus, das sollte man auch nicht tun.“

Heynckes hat die Länderspielpause zu einem Kurzurlaub genutzt, sich dabei „gut regeneriert und mit meinem Schäferhund Cando viel unternommen“. Außerdem habe er „alles das gemacht, wozu ich sonst keine Zeit habe: Lesen, auch mal mit Freunden essen gehen, alltägliche Dinge im Haus.“

Seit Montag bereitet er sich auf das Hertha-Spiel vor. Der FC Bayern sei vor dem Aufsteiger „gewarnt“, meinte er. Sein Kollege Markus Babbel hat unter ihm als Profi einst seine ersten Schritte gemacht - und er genießt Heynckes' Respekt. „Ich muss sagen, dass Markus als Fußballer eine ganz tolle Karriere gemacht und sich als Trainer etabliert hat. Was mir imponiert, ist seine Ausgeglichenheit, seine Ruhe, und wie er Fußball spielen lässt, das ist gut.“

sid

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