"Das war's wohl für mich"

Ferdinand zweifelt an Comeback bei "Three Lions"

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Rio Ferdinand wurde nicht für die EM 2012 nominiert.

Manchester - Abwehrspieler Rio Ferdinand rechnet nach seiner umstrittenen Ausbootung aus dem englischen Kader für die EM mit dem Ende seiner Nationalmannschafts-Karriere.

 „Man muss sagen, das war's wohl für mich mit England“, sagte der 33-Jährige der Sun: „Wenn ich noch nicht einmal mehr nominiert werde, wenn andere verletzt sind, dann werde ich wohl nie mehr berufen.“ Teammanager Roy Hodgson, der kürzlich einen Vierjahresvertrag als Coach der Three Lions unterzeichnete, hatte nach dem Ausfall von Gary Cahill den unerfahrenen Martin Kelly Ferdinand vorgezogen.

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Für offiziell beendet erklären will der für Manchester United spielende Ferdinand seine Karriere in der Nationalelf aber nicht. „Ich habe immer gesagt: Solange ich Fußball spiele, werde ich niemals aus der Nationalelf zurücktreten. Und das gilt auch weiterhin. Ich stehe immer noch zur Verfügung.“

Hodgson wird vorgeworfen, Ferdinand nicht nominiert zu haben, weil dessen Bruder Anton von John Terry vom Champions-League-Sieger FC Chelsea rassistisch beleidigt worden sein soll - und Hodgson auf den als Kapitän abgesetzten Routinier nicht verzichten wollte.

Seinem Frust darüber hatte Ferdinand freien Lauf gelassen. „Wenn du nicht enttäuscht darüber bist, wenn dein Land bei einem solchen Turnier spielt und du zu Hause bleiben musst, dann solltest du aufhören mit Profi-Fußball“, erklärte er: „Ich werde bezahlt, um zu gewinnen, und bin ein schlechter Verlierer. Ich möchte bei den großen Spielen dabei sein und große Titel gewinnen. Wenn das ein Verbrechen ist, dann bin ich ein Verbrecher.“

Die Engländer steigen am Montag gegen Frankreich (18.00 Uhr in Donezk/ZDF) ins Turnier ein. Weitere Gruppengegner sind Gastgeber Ukraine und Schweden.

sid

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