Remis im bayerischen Derby - Löwen auf dem Sprung

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Gegen Düsseldorf lieferten die Münchner ein kampfbetontes Spiel

München - Der TSV 1860 München setzt seine erfolgreiche Rückrunde auch gegen Düsseldorf fort. Im bayerischen Derby zwischen Fürth und Ingolstadt gibt es eine Punkteteilung.

Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga wertvolle Punkte liegen lassen. Die Mannschaft von Trainer Mike Büskens kam im bayerischen Derby bei Kellerkind FC Ingolstadt nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Nach der Roten Karte gegen den Ingolstädter Marino Biliskov in der 79. Minute wegen eines groben Foulspiels verpassten die Franken trotz Überzahl den ersten Auswärtssieg in der Liga seit Ende Oktober.

Fürth rutschte nach diesem vermeidbaren Punktverlust zunächst auf den dritten Platz ab. Die Mannschaft von Tomas Oral, die in der Rückrunde noch ungeschlagen ist, bleibt trotz des Achtungserfolges auf einem Abstiegsrang hängen.

In der ersten Halbzeit bestimmten vor 7010 Zuschauern Kampf und Einsatz das Geschehen, Torchancen waren weitgehend Mangelware. Ingolstadt hielt couragiert dagegen und ließ die spielstarken Fürther nicht zur Entfaltung kommen. Nur Mittelfeldspieler Robert Zillner (26.) hatte eine gute Gelegenheit für die Franken, verzog aber deutlich.

Nach der Pause wurden die Aktionen beider Teams druckvoller und das Spiel offener. Die Kleeblätter, die über die defensivstärkste Elf der Liga verfügen, wurden von den mutigen Ingolstädtern eine harten Prüfung unterzogen. Die Schanzer besaßen durch den Slowaken Adam Nemec (48.) und Andreas Buchner (67.) zwei große Chancen.

Fürths kanadischer Torjäger Oliver Occean (51., 56.) hatte auf der anderen Seite Möglichkeiten zur Führung liegen lassen. Und bei einem Schuss von Stephan Schröck (65.) reagierte FCI-Torhüter Ramazan Öczan glänzend.

Bei Fürth ragte Occean heraus, aufseiten der Ingolstädter war Marvin Matip der auffälligste Akteur.

Düsseldorf rutscht aus Aufstiegsrängen

Herbst- und Wintermeister Fortuna Düsseldorf ist nach nur drei Spielen im Jahr 2012 komplett aus den Aufstiegsrängen rausgefallen. Die in der Rückrunde noch sieglosen Rheinländer verloren bei 1860 München mit 1:2 (1:1) und stürzten damit vom ersten auf den vierten Tabellenplatz.

Auf Spitzenreiter Eintracht Frankfurt haben die Fortunen zwar nur zwei Zähler Rückstand, dafür haben sie im Gegner von Sonntag nun noch einen ernsthaften Rivalen mehr im Aufstiegskampf. Die „Löwen“ haben als bestes Rückrundenteam nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Die Tore für 1860, das sechs der letzten sieben Spiele gewann und dabei ungeschlagen blieb, erzielten Stefan Aigner (6.) und Necat Aygün (80.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Maximilian Beister erzielt (44.).

21.400 Zuschauer sahen eine ereignisreiche und umkämpfte erste Hälfte. Auch ohne den von zahlreichen Rivalen zuletzt als „Provokateur“ gebrandmarkten Ex-Löwen Sascha Rösler (Gelb-Rot-Sperre) gab es allein in der ersten Halbzeit fünf Gelbe Karten zu notieren.

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Die Gastgeber hatten durch das Tor von Aigner nach sehenswerter Vorarbeit von Kevin Volland einen Start nach Maß erwischt, doch die Fortuna zeigte sich keineswegs geschockt. Assani Lukimya traf per Kopfball die Latte (13.), kurz vor der Pause belohnte Beister aus dem Gewühl heraus mit dem Ausgleich die Bemühungen seines Teams. Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Beide Teams blieben engagiert, es gab Chancen auf beiden Seiten. Die größte vergab Volland, der aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Auch Aygüns Kopfball ging zunächst gegen die Latte, prallte aber von da ins Tor.

Beste Spieler der Münchener waren Aygün und Daniel Bierofka. Bei der Fortuna gefielen vor allem Johannes van den Bergh und Beister.

Rostock überzeugt im Abstiegskampf

Hansa Rostock hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga weiter Hoffnung geschöpft. Eine Woche nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf am 22. Spieltag in einer ganz schwachen Partie bei Alemannia Aachen ein 0:0, bleibt aber Tabellenletzter.

Für die Aachener war es bereits die siebte Partie in Folge ohne Niederlage. Trotzdem muss sich das Team von Trainer Friedhelm Funkel weiter nach unten orientieren. Der Traditionsklub hat nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Schiedsrichter Markus Wingenbach hatte das Spiel wegen starken Schneefalls mit einer Verspätung von rund 40 Minuten angepfiffen.

Weil die Spieler mit dem holprigen und glitschigen Untergrund am Tivoli sichtlich zu kämpfen hatten, sahen die 14.178 Zuschauer eine äußerst niveauarme Partie. Torraumszenen blieben Mangelware. Ein nicht gegebener Elfmeter für Aachen sorgte in der ersten Halbzeit noch für die größte Aufregung, nachdem Stürmer Benjamin Auer im Strafraum zu Fall gekommen war. Mit zunehmender Spieldauer baute das Funkel-Team zwar weiteren Druck auf, ohne aber die ganz große Gefahr für das Rostocker Tor zu entwickeln.

Nach heftigem Schneefall hatte die Partie lange auf der Kippe gestanden. Beide Teams hatten offenbar den Wunsch geäußert, nicht spielen zu wollen. Darunter, dass die Begegnungen doch ausgetragen wurde, leidet nun vor allem die Alemannia: Der Rasen war nach 90 Minuten arg ramponiert.

Tobias Feisthammel und Bas Sibum waren bei Aachen die Besten, bei Rostock überzeugten Timo Perthel und Michael Wiemann.

SID

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