Regensburg steigt in die Zweite Liga auf

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Der Regensburger Oliver Hein (r.) bejubelt seinen Treffer zum 0:1 mit seinem Teamkollegen Jim-Patrick Müller

Karlsruhe - Der SSV Jahn Regensburg setzt sich in der Relegation gegen den Karlsruher SC durch und schafft sensationell den Sprung in die Zweite Liga. Beim KSC herrscht Trauer.

Jahn Regensburg hat dank einer großen kämpferischen Leistung in einer dramatischen Partie die Erfolgsserie der Fußball-Drittligisten in der Relegation fortgesetzt und kehrt nach acht Jahren Abwesenheit in die 2. Liga zurück. Nach dem 1:1 im Hinspiel reichte den Oberpfälzern aufgrund der Auswärtstorregel ein 2:2 (1:1) im Rückspiel beim Karlsruher SC.

Das Bundesliga-Gründungsmitglied aus Karlsruhe muss zum zweiten Mal nach dem Jahr 2000 den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Der Relegations-Erfolg der Regensburger ist der vierte eines Drittligisten in Folge. Oliver Hein (28.) und Andreas Laurito (66.) trafen für Regensburg. Klemen Lavric (32.) und Elias Charalambous (56.) waren für den KSC erfolgreich. Bei Regensburg sah Tim Efren die Gelb-Rote Karte (87.), Jim-Patrick Müller (90.+2) die Rote Karte.

Vor 24.463 Zuschauern im Wildparkstadion bestimmten die Karlsruher in der Anfangsphase das Geschehen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski konnte sich trotz der Feldüberlegenheit aber zunächst keine Torchancen erarbeiten. Erst in der 16. Minute verbuchte der Europacup-Halbfinalist von 1994 die erste gute Möglichkeit. Lavric ließ bei seiner missglückten Direktabnahme allerdings technische Defizite erkennen.

Die Gäste, deren 37 Jahre alter Trainer Markus Weinzierl seit Wochen als Nachfolger von Jos Luhukay beim Bundesligisten FC Augsburg gehandelt wird, versuchten es mit einer Taktik der Nadelstiche aus einer geordneten Defensive. Damit konnte das beste Auswärtsteam der abgelaufenen Drittliga-Saison aber bis zur Mitte des ersten Durchgangs kaum für Gefahr sorgen.

Das änderte sich nach einer knappen halben Stunde. Den ersten Distanzschuss von Hein konnte KSC-Torwart Dirk Orlishausen noch entschärfen (27.). Beim zweiten Versuch wenige Sekunden später im Anschluss an die Ecke war der Keeper machtlos. Der Ball schlug im Torwinkel der Karlsruher ein. Der Spielverlauf war damit nahezu auf den Kopf gestellt.

Die Gastgeber, die immer wieder vom georgischen Routinier Alexander Iaschwili angetrieben wurden, waren allerdings nur kurz geschockt. Nach Vorarbeit von Kapitän Iaschwili war Lavric aus kurzer Distanz mit dem Kopf zur Stelle und egalisierte das Hinspiel-Ergebnis noch vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel gaben zunächst die Regensburger den Ton an. Der KSC wirkte passiv und brachte sich durch Fouls rund um den eigenen Strafraum selbst in Schwierigkeiten. Dennoch gingen die Badener durch einen Kopfballtreffer von Charalambous nach Ecke von Pascal Groß in Führung. Diesmal schlug Regensburg nur zehn Minuten später zurück.

Beste Spieler auf Seiten der Karlsruher waren Iaschwili und Groß. Bei Regensburg konnten Hein und Selcuk Alibaz überzeugen.

sid

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