Rauball schwärmt vom Pokalgegner

BVB-Boss: Wer Bayern nicht schätzt, ist verbohrt

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Reinhard Rauball ist  Präsident des BVB und der Liga

Dortmund - Die Vorfreude von Reinhard Rauball, Präsident des BVB und der Liga, auf das Pokal-Viertelfinale ist groß. Über die Leistung des FC Bayern lässt er keine zwei Meinungen zu.

„Dieses Spiel zweier außergewöhnlicher Teams bürgt für fußballerischen Hochgenuss“, sagte der 66-Jährige in einem Interview in der WAZ. Der BVB und der FC Bayern hätten beide enorme Fähigkeiten in der Offensive. Es würden zwei von der Grundstruktur her ähnliche Mannschaften aufeinanderstoßen, die eine unterschiedliche Nuancierung beim Umschalten von Abwehr auf Angriff hätten, erklärte Rauball, der die Paarung als „vorgeggenommenes Endspiel“ bezeichnet. „Unsere Mannschaft fährt mit breiter Brust nach München. Wir haben Robert Lewandowski wieder dabei. Und gegen Top-Mannschaften hat der BVB in dieser Saison national und international immer Top-Leistungen gezeigt“, so Rauball weiter.

Der Jurist zeigt zugleich Respekt vor den Bayern: „Wer die sportliche Leistung der Bayern nicht anerkennt, dem unterstelle ich Nähe zum Verbohrtsein. Der Vorsprung in der Tabelle lässt keine Interpretationen zu.“ Zugleich sieht Rauball die Investitionen der Münchener von 40 Millionen Euro in Javier Martinez und die Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola für die kommende Saison als zwangläufige Entwicklung.

Bundesliga muss Vergleich mit Primera Division nicht scheuen

„Die wirtschaftliche Solidität und das kreative Wachstum der Bundesliga ist nicht auf Blasen aufgebaut. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, mit Investitionen in jeder Beziehung in neue Dimensionen vorzudringen“, sagte Rauball. Die Bundesliga habe zudem an Stellenwert im Ausland enorm aufgeholt. Italien habe man verdrängt und den „sportlichen und wirtschaftlichen Vergleich mit der spanischen Liga müssen wir nicht scheuen. Selbst die Premier League ist in Reichweite“.

Die am Montag veröffentlichte Halbjahresbilanz des BVB als Schritt zu einem neuen Rekordumsatz, die Bilanzen der Bayern und die florierende Auslandsvermarktung bezeichnet Rauball als „beeindruckend“. „Was den Zuschauerzuspruch der Liga angeht, musste man aber zuletzt auch feststellen, dass sich hier und da Lücken auf den Tribünen aufgetan haben“, ergänzte der BVB-Präsident. Man müsse aufpassen, dass man den positiven Grundzustand festige. Rauball weiter: „Wir müssen die Nähe zur Fangemeinde halten und festigen und bezahlbare Eintrittspreise bieten. Beides sind hohe Güter der Bundesliga.“

sid

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