Fifa droht mit Maßnahmen

WM 2014: Ärger um Fan-Meile in Recife

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Die Fan-Meilen bei der WM 2006 in Deutschland erfreuten sich großer Beliebtheit.

Florianópolis/Brasilien - In Brasilien gibt es vor der Fußball-Weltmeisterschaft Ärger wegen der geplanten Fan-Meilen.

Thierry Weil, Marketing-Chef des Weltverbandes FIFA, beklagte sich am Donnerstagabend (Ortszeit) vehement darüber, dass Recife als eine von zwölf WM-Spielorten seine Zusagen nicht einhalte und drohte mit juristischen Maßnahmen.

„Es ist eine Pflicht der Städte. Wenn jemand einen Vertrag hat und eine Seite erfüllt ihn nicht, gibt es legale Mittel, die man anwenden kann. Bisher haben wir noch nicht die Maßnahmen studiert, die wir ergreifen können. Bisher vertraue ich fest darauf, dass es in allen zwölf Städten Fan-Feste gibt“, sagte Weil am Rande des WM-Workshops der FIFA in Florianópolis.

Hintergrund ist eine Ankündigung von Recifes Stadtoberhaupt Geraldo Julio. Dieser sagte, dass er die Veranstaltung nicht durchführen möchte, da sie 20 Millionen Reales (etwa 6,1 Millionen Euro) an öffentlichen Geldern kosten würde. Julio befürchtet offenbar Proteste aus der Bevölkerung, nachdem beim Confederations Cup 2013 über eine Million Menschen auf die Straße gegangen war, um gegen soziale Missstände und die hohen Kosten für die WM zu demonstrieren. In Recife spielt am 26. Juni die deutsche Mannschaft gegen die USA.

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Die FIFA unterstützt die Fan-Meilen und das Public Viewing in den Städten. Die ersten Veranstaltungen dieser Art gab es 2002 in Japan und Südkorea, seitdem kamen nach FIFA-Angaben etwa 24 Millionen Besucher.

dpa

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