Messi ist froh

Barca wird auf Sofa Meister - und besiegt Atletico

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Die Barca-Fans veranstalteten spontan eine Meister-Party

Madrid - Der FC Barcelona ist „auf der Couch“ spanischer Meister geworden. Verfolger Real patzte beim 1:1 bei Espanyol und ebnete den Weg für Barca, das am Sonntag mit einem 2:1 bei Atletico Madrid nachzog.

Den Gewinn der spanischen Meisterschaft konnte Lionel Messi ganz entspannt vor dem Fernseher genießen. „Nach einem Jahr toller Arbeit bin ich froh, diesen Titel zu feiern! Glückwunsch, Männer“, schrieb der Weltfußballer auf seiner Facebook-Seite. Der FC Barcelona sicherte sich den 22. Titel vorzeitig, da Verfolger und Titelverteidiger Real Madrid am Samstagabend bei Espanyol Barcelona patzte (1:1). Nach der Demütigung im Halbfinale der Champions-League durch Bayern München (0:4, 0:3) ist der Titelgewinn in La Liga aber nur ein schwacher Trost für Barca.

Schwere Aufgabe nach Abgang Guardiolas

Barcelonas 2:1 (0:0) bei Atletico Madrid am Sonntag hatte somit keine Bedeutung mehr, ein bisschen gefeiert wurde im Vorfeld aber trotzdem - vor allem von Andres Iniesta. Denn neben der Meisterschaft konnte er sich am Samstag auch noch über seinen 29. Geburtstag freuen. „Das ist das beste Geschenk und die Auszeichnung für die Arbeit des ganzes Jahres“, schrieb der spanische Nationalspieler. Teamkollege Pedro meinte: „Wir haben diesen Titel erarbeitet und ihn verdient.“

Das sah auch Vereinspräsident Sandro Rosell so: „Der Titel ist etwas ganz Besonders. Er ist die Belohnung für die Mühen und die Ausdauer einer bemerkenswerten Gruppe von Menschen.“ Der Klub-Boss war sich zwar bewusst, dass das Ausscheiden aus der Champions League „für Enttäuschung gesorgt hat“, trotzdem solle man die Meisterschaft gebührend feiern. „Wir sind glücklich. Man darf nicht vergessen, dass es einen Spannungsabfall gab, nachdem der beste Trainer in der Geschichte des Vereins verschwunden war“, sagte Rosell.

Nach dem Abschied von Pep Guardiola, der im Sommer den Trainerjob bei Bayern München übernimmt, im vergangenen Jahr habe man vor einer schweren Aufgabe gestanden. Nachfolger Tito Vilanova hat aber trotz der komplizierten Situation mit seiner Krebserkrankung einen guten Job gemacht, betonte Rosell. Immerhin: Mit Siegen in den letzten drei Spielen kann Barca noch Reals 100-Punkte-Rekords aus dem Vorjahr egalisieren.

Alle Weltfußballer seit 1982

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Während die Profis aus Barcelona den Titelgewinn auf der Couch genossen und am Sonntag mit einem Spalier der Atletico-Spieler geehrt wurden, hatten die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira mit Real Madrid nun Gewissheit, dass sie nach dem Ausscheiden aus der Champions League gegen Borussia Dortmund auch in der Meisterschaft leer ausgehen. Um eine titellose Saison noch abzuwenden, hilft der Star-Truppe des in der Kritik stehenden Trainers Jose Mourinho am Freitag nur noch ein Sieg im nationalen Pokalfinale gegen Atletico Madrid.

Beim enttäuschenden 1:1 gegen Espanyol standen Özil und Khedira gar nicht im Aufgebot. Özil hatte sich am vergangenen Mittwoch beim 6:2 gegen den FC Malaga eine Knöchelverletzung zugezogen. Bereits in dieser Partie fehlte Khedira. „Ich bin wahrscheinlich bald wieder fit“, schrieb Özil bei Facebook.

Zwar unterstützen beide ihr Team im Stadion, was sie dort sahen, dürfte ihnen aber nicht gefallen haben. Real lag im Estadi Cornella-El Prat bei Espanyol nach einem Treffer von Mittelfeldspieler Christian Stuani (22.) zurück. Erst nach der Pause wurden die Bemühungen Madrids durch den Ausgleichstreffer von Gonzalo Higuain (57.) belohnt. Für einen Sieg und damit die Chance zur Titelverteidigung reichte es für den Rekordmeister jedoch nicht.

sid

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