Königliche als "kümmerliche Truppe"

Real blamiert sich - Barca dominiert

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Gonzalo Higuain (l.) hat sich mit Real Madrid gegen Osasuna blamiert

Madrid - Real Madrid ist ohne Cristiano Ronaldo nur ein Schatten seiner selbst. Die Königlichen blamieren sich beim Schlusslicht. Rivale Barcelona eilt dagegen von Sieg zu Sieg.

Fußball als Strafarbeit: Die Spiele in der spanischen Liga scheinen für die Profis von Real Madrid zu einer lästigen Pflichtaufgabe geworden zu sein. Beim 0:0-Remis im Stadion des Liga-Schlusslichts CA Osasuna lieferte der spanische Meister eine seiner schwächsten Partien der Saison. „Ohne (den gelbgesperrten) Cristiano Ronaldo ist das Real-Team eine kümmerliche Truppe“, urteilte das Sportblatt „As“ am Sonntag. „Selten hat man die Madrilenen so schwach gesehen.“

Die Rückrunde in der Primera División hat noch nicht einmal begonnen, aber Real hat die Hoffnung auf die Titelverteidigung schon praktisch aufgegeben. In Pamplona gelang den Stürmern nur ein einziger Schuss auf das Tor von Osasuna - und das erst in der 93. Minute. „Ein Remis ohne Tore und ohne Fußball, das reine Nichts“, beschrieb das Sportblatt „Marca“ das Spiel. „Real ist zu einer Karikatur seiner selbst geworden.“

Erzrivale Barcelona ist zum Ende der Hinrunde bereits 18 Punkte voraus. Die noch ungeschlagenen Katalanen feierten am Sonntagabend mit dem 3:1 (1:0) beim FC Malaga den 18. Sieg im 19. Saisonspiel - Vereinsrekord. Weltfußballer Lionel Messi (27. Minute), Cesc Fabregas (50.) und Thiago (82.) trafen für die Gäste. Für Malaga reichte es nur zum Ehrentreffer durch Diego Buonanotte (89.). Barcelona scheint in dieser Spielzeit schon jetzt uneinholbar.

Real-Trainer José Mourinho hingegen hatte es am Vorabend fast die Sprache verschlagen. Er wirkte niedergeschlagen und hätte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am liebsten gar nichts gesagt. Als er nach dem großen Rückstand der Madrilenen auf Barcelona gefragt wurde, beschränkte sich der Portugiese auf vage Andeutungen: „Ich möchte das nicht erklären. Das hängt mit den ersten Spieltagen zu Saisonbeginn zusammen. Da waren Dinge geschehen, über die ich nicht sprechen möchte.“ Was er damit meinte, ließ Mourinho offen. Real hatte damals in vermeintlich leichten Spielen wichtige Punkte eingebüßt.

Mesut Özil wurde im Spiel bei Osasuna Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. Der deutsche Nationalspieler versuchte vergeblich, mehr Schwung in das Spiel zu bringen. „Ihm fehlte die notwendige Unterstützung“, schrieb „Marca“. „Özil ist derzeit nicht zu ersetzen.“ Besonders enttäuschend war die Darbietung von Kaká. Der einstige Weltstar handelte sich 17 Minuten nach seiner Einwechslung auf absurde Weise einen Platzverweis ein. Obwohl er bereits verwarnt war, hinderte der Brasilianer die Gastgeber an der Ausführung eines Freistoßes und erhielt die gelb-rote Karte.

Ein glanzvolles Comeback nach seiner Verletzungspause feierte am Samstag der Ex-Herthaner Patrick Ebert. Der 25-Jährige steuerte zum 3:1-Erfolg von Real Valladolid über den RCD Mallorca zwei Tore bei und bereitete den dritten Treffer vor. „Ebert verkleidete sich als Lionel Messi“, schrieb die Online-Zeitung „marca.com“. Valladolid rangiert in der Primera División an zehnter Stelle.

dpa

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