Verdacht der Steuerhinterziehung

Razzia in Firma von Schalke-Boss Tönnies

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Am Dienstag gab es in den Büros des Fleischwerks von Schalke-Boss Clemens Tönnies eine Razzia.

Rheda-Wiedenbrück - Die Büros des Fleisch-Unternehmers Clemens Tönnies sind am Dienstag durchsucht worden. Es geht laut einem Bericht auch um Akten des Vereins "Aktion Kinderträume", bei denen Uli Hoeneß im Vorstand sitzt. Dies wurde aber bereits dementiert.

Die Aktion habe im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den Firmenchef und Aufsichtsratsvorsitzenden des Bundesligisten Schalke 04 gestanden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld und bestätigte damit einen Bericht der „Wirtschaftswoche“.

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Bei der Aktion wurden demnach Büros des Tönnies-Fleischwerks im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück durchsucht. Nach Angaben des Sprechers handelt es sich um Ermittlungen, die schon seit längerem andauern.

Laut "Wirtschaftswoche" soll es bei der Razzia wohl auch um Akten des Vereins "Aktion Kinderträume" gehen, die von Tönnies gegründet wurde. Hier gehen die Beamten offenbar dem Hinweis nach, es könnte zu Interessensvermengungen zwischen dem Verein, dessen Schirmherrin Tönnies' Ehefrau ist, und dem Unternehmen gekommen sein. Der Verein kümmert sich um schwerkranke Kinder und deren Eltern.

Im Vorstand der Aktion Kinderträume sind neben Tönnies und Managern des Lebensmittelhändlers Rewe auch der ehemalige Wirtschaftsminister Karl-Heinz Funke, der ehemalige Schalke-Boss Josef Schnusenberg sowie FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Anders stellt es der Unternehmenssprecher dar: Medienberichte, wonach die Durchsuchungen auch im Zusammenhang mit dem von Tönnies gegründeten Verein „Aktion Kinderträume“ stehen, dementierte er.

fro/dapd

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