Kölner Ultras verlieren Fanclub-Status

+
Einige Kölner Fans fielen in letzter Zeit negativ auf.

Köln - Sie fielen in den letzten Monaten durch Randale und Angriffe auf andere Fans auf: die Anhänger der "Wilden Horde".  Jetzt kam es zur Razzia bei den Kölner Ultras - mit schweren Folgen.

Der 1. FC Köln entzog der “Wilden Horde 1996“ am Donnerstag wegen der Angriffe auf Gladbacher Anhänger den Status eines offiziellen Fanclubs, nachdem die Polizei zuvor Räume der Ultra-Gruppe durchsucht hatte.

Die Polizei hat am Donnerstag in insgesamt 21 Quartieren und Wohnungen von Ultras des Bundesligisten 1. FC Köln Baseball-Schläger, andere Waffen und technische Geräte sichergestellt. Anlass der konzertierten Aktion war der Verdacht, dass einige Mitglieder an dem Angriff auf einen Fanbus von Borussia Mönchengladbach am 4. März beteiligt gewesen sind.

„Es war unser erster Einsatz gegen Fans in diesem Ausmaß“, sagte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Burger von der Kölner Polizei. „Der Sachverhalt ist natürlich äußerst gravierend. Abgesehen von den Gegenständen, die wir ausgestellt haben, wurden Handys, Laptops und Filmaufnahmen beschlagnahmt.“

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Es seien „hochexplosive, pyrotechnische und nach dem Sprengstoffgesetz verbotene Gegenstände wie bengalische Feuer“ gefunden worden, teilte die Polizei weiter mit. Unter den beschlagnahmten Gegenständen ist auch ein Schießkugelschreiber zum Abschuss von Pyrotechnik.

Weiterhin wurden „Rauschgift in nicht geringer Menge, diverse Schlagwerkzeuge, Vermummungsgegenstände und Farbdosen“ sichergestellt. 19 Beschuldigte wurden laut Polizei an ihren Wohnorten angetroffen, 18 von ihnen wurden „zu weiterführenden Maßnahmen der Polizei zugeführt“. Anschließend wurden sie wieder entlassen. 21 Personen sind tatverdächtig, insgesamt werden 26 bis 28 Personen mit der Tat in Verbindung gebracht.

Am 4. März hatten mehrere Fahrzeuge mit Kölner Hooligans versucht, einen Bus mit Gladbach-Fans auf der Autobahn auszubremsen. Auf dem Rastplatz Siegburg-Ost griffen dann vermummte Personen den Bus an, woraufhin der Fahrer die Flucht in Richtung Köln ergriff. Die Gladbach-Fans befanden sich auf der Rückreise vom Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg (0:1).

sid

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare