Rassismus-Debatte um Liverpools Reina

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Pepe Reina hat Ärger wegen eines vermeintlich rassistischen Werbespots.

Liverpool - Pepe Reina, spanischer Torwart des englischen Fußball-Traditionsklubs FC Liverpool, hat Ärger wegen eines Werbespots mit vermeintlich rassistischem Inhalt.

Der 29-Jährige ließ sich in einem Filmchen der spanischen Versicherungsgruppe Groupama zu einem Wortspiel hinreißen, das der britischen Interessengruppe Operation Black Vote sauer aufstieß. Auf Druck der Gruppe wurde der Spot nun vom Sender genommen.

Gekleidet in ein grünes Torwart-Trikot und mit Torwarthandschuhen wird Reina in dem Spot dem (schwarzen) Chef eines Ureinwohner-Stammes vorgestellt. Der Keeper nennt seinen Nachnamen, der übersetzt „Königin“ bedeutet. „Du Königin, ich König“, antwortet der Häuptling. Anschließend wird der „Braut“ Reina eine Blumenkrone aufgesetzt, sie wird dem König zugeführt. Abgehend sagt Reina in Anlehnung an den Versicherungsslogan: „Ich fühle mich sicher.“

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Bei der Operation Black Vote kam das äußerst schlecht an. „Ich bin extrem schockiert. Wie würden sich wohl die Spanier fühlen, wenn die Engländer sie als rückwärtsgewandte, dumme und animalische Homosexuelle zeigen würden? Glaubt Reina, dass es okay ist, schwarze Menschen so darzustellen? Glaubt er, dass seine schwarzen Teamkollegen darüber lachen?“, sagte ein Vertreter der Gruppe. Für Liverpool kommt der Ärger zur Unzeit. Erst kürzlich war Reds-Stürmer Luis Suarez gegen Patrice Evra von Manchester United rassistisch ausfällig geworden.

SID

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