Rangnick muss seine "Speicher wieder füllen"

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Ralf Rangnick.

Gelsenkirchen - Manager Horst Heldt hat “Hochachtung“ vor der Entscheidung Ralf Rangnicks, sich als Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 sofort zurückzuziehen.

 Das sagte Heldt am Donnerstag in Gelsenkirchen. “Nach einem Treffen am Mittwoch haben wir uns gemeinsam entschieden, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Ralf Rangnick hat uns im Beisein von Thorsten Rarreck mitgeteilt, dass er unter einem Erschöpfungssyndrom leidet. Daher mussten wir die Reißleine ziehen, denn es geht um Rangnick“, führte Heldt aus.

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Rangnick habe sich in seinem derzeitigen Zustand “nicht in der Lage gesehen, die Mannschaft weiter zu führen. Ich habe Hochachtung vor dieser Entscheidung. Er hat mir gesagt, dass es ihm nicht gut geht“, ergänzte der Schalke-Manager. “Das zieht uns den Boden unter den Füßen weg, denn das war vorausschauend nicht erkennbar, und in der Kürze der Zeit kann auch nicht an Lösungen gedacht werden. Das war ein Schock, wir müssen das erst einmal sacken lassen.“

Laut Schalke-Mannschaftsarzt Rarreck lautet die Diagnose bei Rangnick “vegetatives Erschöpfungssyndrom. Der Körper ist ausgelaugt, körperlich ist er am Ende. Er wird nach einer Pause zur alten Stärke zurückkommen“, ergänzte der Mediziner. Rarreck verglich es mit einem Spieler, “der übertrainiert ist und seine Leistung nicht mehr bringen kann“. Die Maßnahme sei präventiv, und es sei wichtig, “dass er die Speicher wieder auffüllt“, meinte Rarreck.

dpa

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