Randale vor Revier-Derby in Dortmund

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Nach den Ausschreitungen zündeten Schalke-Fans innerhalb des Stadions auch ncoh Feuerwerkskörper.

Dortmund - Vor dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 ist es in der Dortmunder Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen.

Vor dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (1:2) ist es in der Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde nach Angaben der Polizei eine Gaststätte in Stadionnähe von Dortmunder Gewalttätern demoliert. Die Fans hätten das Mobiliar zerlegt und auf die Straße getragen, „um es als Wurfgeschosse gegen gegnerische Fans und Polizeibeamte einzusetzen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Ein Einsatzfahrzeug sei dabei beschädigt worden.

„Das ist nicht das, was wir uns vorstellen. Beide Vereine haben im Vorfeld ein Statement abgegeben, dass wir uns wünschen, dass die Rivalität auf dem Platz ausgetragen wird. Das ist nicht schön und nicht zu akzeptieren“, sagte Schalke-Manager Horst Heldt: „Vielleicht schaffen wir es irgendwann, dass wir Emotionen nur durch Gesänge und Anfeuerungen haben.“

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

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Schon am Mittag hatte die Polizei von einer „sehr dynamischen Lage rund ums Stadion“ gesprochen. Gegen 14.45 Uhr sei es zu Auseinandersetzungen zwischen Gewalttätern beider Lager gekommen. Bei dem Versuch, die Fans voneinander zu trennen, seien Polizisten angegriffen worden. „Ein Wasserwerfer ist zum Einsatz gekommen, um mit einer Wassersperre Schalker Gewalttäter davon abzuhalten, einen Zaun nieder zu drücken“, teilte die Polizei mit. Zudem seien mehrere Polizeireiter von Dortmunder Hooligans mit Pflastersteinen beworfen worden.

Am Vormittag hatte eine Gruppe von etwa 100 Schalke-Fans nach Polizeiangaben auf dem Weg zum Stadion Pyrotechnik gezündet und Prügeleien angezettelt. Die Anhänger seien eingekesselt und überprüft worden. Auch im Stadion kam es kurz vor dem Anpfiff im Gästeblock zum Einsatz von Pyrotechnik.

„Dortmunder und Schalker Gewalttäter haben unser Sicherheitskonzept bewusst unterlaufen und sind entgegen der Ankündigung konspirativ angereist. Dies hatte nur ein Ziel, die gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Unbeteiligten und dem Gegner zu suchen. Dies hat mit Fußballbegeisterung überhaupt nichts zu tun und wollen wir in Dortmund nicht sehen“, sagte Dieter Keil, Einsatzleiter der Dortmunder Polizei.

Beim Revierderby waren über 1000 Polizisten im Einsatz, mehr als doppelt so viele wie an anderen Spieltagen.

sid

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