Das Projekt RB Leipzig

Rangnick: Bundesliga "so schnell wie möglich"

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Ralf Rangnick plant mit RB Leipzig denn schnellstmöglichen Aufstieg bis in die 1. Bundesliga.

Leipzig - Sportdirektor Ralf Rangnick sieht den ambitionierten Regionalligisten RB Leipzig zukünftig in der Rolle des ostdeutschen Herausforderers.

Auf die Frage, ob sich Leipzig als Gegenpart zum reichen Fußball-Establishment im Westen positionieren will, antwortete der ehemalige Bundesligatrainer in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS): „Natürlich ist das theoretisch vorstellbar. Ehrlich gesagt, hat auch mich genau diese Vision an dem neuen Job gereizt.“

"Unsere Hauptaufgabe in Leipzig wird sein, im Umkreis von 150, 200 Kilometern die jeweils Besten im Jahrgang nicht nur auf dem Zettel zu haben, sondern in unseren Verein zu holen", sagte der Sportdirektor der Fußball-Clubs RB Leipzig und Red Bull Salzburg.

Vorrangiges Ziel in Leipzig ist der zweimal hintereinander verpasste Aufstieg in die 3. Liga. "Das Fernziel in Leipzig lautet natürlich Bundesliga - so schnell wie möglich. Aber wir müssen zuerst den ersten Schritt schaffen", erklärte Rangnick. RB Leipzig ist ungeschlagener Tabellenführer der Regionalliga Nordost. Nur der Meister qualifiziert sich für ein Aufstiegs-Playoff.

Mit einer neuen Philosophie will Rangnick nicht nur Leipzig, sondern auch Österreichs Meister Salzburg auf Erfolg trimmen. "Attraktiver, hungriger, angriffslustiger, mit Teamgeist und einer deutlich jüngeren Besetzung in beiden Kadern", nannte der ehemalige Bundesliga-Trainer sein Konzept.

Dazu sollen verstärkt Spieler aus den beiden vom österreichischen Getränkekonzern finanzierten Fußball-Akademien in die Clubs geholt werden. "Es kann ja nicht sein, dass wir seit Jahren viel Geld in die Akademien in Ghana und Brasilien stecken, und keiner dieser Spieler gehört in Salzburg zum Kader", monierte Rangnick.

SID/dpa

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