Van der Vaart: Absage an HSV

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Rafael van der Vaart hat dem Hamburger SV eine Absage erteilt

Hamburg - Der niederländische Fußball-Nationalspieler Rafael van der Vaart hat Spekulationen über eine mögliche Rückkehr zum Hamburger SV beendet.

 „Es ist unglaublich, wie mein Name seit Tagen in Europa gespielt wird. Aber ich kann nur sagen, das sind alles Gerüchte. Ich werde wohl auch in der kommenden Saison für Tottenham spielen“, sagte der 29-Jährige der Bild. Van der Vaar spielt seit zwei Jahren bei den Tottenham Hotspur in der englischen Premier League und hat dort noch einen Vertrag bis 2014.

Zuletzt hatte sich auch HSV-Trainer Thorsten Fink Hoffnungen auf eine Verpflichtung von van der Vaart gemacht. „Wir haben ein Anforderungsprofil erstellt, und Rafael van der Vaart würde ideal zu uns passen“, sagte Fink, „über ihn würde sich jeder Trainer freuen.“

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Allerdings fehlen dem Klub im Moment die finanziellen Mittel, um einen Transfer zu realisieren. „Rafael van der Vaart ist ein sehr guter Spieler, der sehr interessant für den HSV wäre, wenn wir das Geld hätten, um ihn zu bezahlen“, sagte der 44-Jährige, „und da geht es ja nicht nur um Kleinigkeiten, sondern um eine Menge Geld.“

Durch den bevorstehenden Wechsel von Stürmer Paolo Guerrero zu dem brasilianischen Klub Corinthians Sao Paulo hatten die Spekulationen um eine Rückkehr van der Vaarts neue Nahrung erhalten.

Ein bisschen Trost gab es für den HSV von Urlauber van der Vaart: „Es ist unglaublich, dass man sich immer noch so positiv an mich erinnert. Das tut gut und freut mich. Wer weiß, vielleicht kann das irgendwann in der Zukunft ja mal klappen...“

Unternehmer Klaus-Michael Kühne will dem klammen Hamburger SV weiter kräftig unter die Arme greifen, wenn der Fußball-Bundesligist die Verpflichtung seines Lieblingsspielers Rafael van der Vaart doch noch in die Tat umsetzt. “Mit van der Vaart hätte der HSV nach einigen bitteren Jahren endlich die Perspektive, zu einem Spitzenclub heranzureifen und an den Wettbewerben im europäischen Fußball teilzunehmen“, wird Kühne in einer am Freitag von der Kühne Holding AG veröffentlichten Pressemitteilung zitiert.

Milliardär Kühne kündigte an, seinen Anteil aus dem Erlös für Paolo Guerrero (ca. 1,7 Millionen Euro) in den Kauf von van der Vaart investieren zu wollen. Zudem schlägt er der HSV-Führung vor, “private Geldgeber zu finden“ und “durch Umschuldung der Finanzierung der HSV-Arena“ eine zusätzliche Liquidität zu schaffen.

“Vorausgesetzt, dass der HSV diese und andere Initiativen ergreift“, schrieb Kühne, “bin ich bereit, über mein bisheriges Engagement bei mehreren HSV-Spielern hinaus eine maßgebliche Summe beizusteuern.“ 2010 hatte er sich für 12,5 Millionen Euro ein Drittel der Transferrechte an sechs HSV-Profis, darunter Guerrero, gesichert.

SID

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