Racing Straßburg nur noch Fünftligist

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Ein Foto aus besseren Zeiten: Stephane Collet im UEFA-Cup 1997

Paris - Der Traditionsverein Racing Straßburg muss diese Saison erstmals in der fünften französischen Liga (CFA2) antreten.

Das beschloss der Nationalverband FFF am Mittwochabend in Paris. Man habe einem entsprechenden Antrag des Clubs stattgegeben, hieß es. Der “Racing Club de Strasbourg“, französischer Meister 1979 und dreifacher Pokalsieger, befindet sich seit einiger Zeit in großen finanziellen Schwierigkeiten. Über den Verein hatte das Landgericht Straßburg erst am Montag ein Konkursverfahren eröffnet.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

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Straßburg hatte in der abgelaufenen Saison in der dritten Liga gespielt und den für die Sanierung der Clubfinanzen wichtigen Wiederaufstieg in die Ligue 2 knapp verpasst. Im Juni wurde der Club aufgrund eines Saisondefizits von knapp vier Millionen Euro von der Fußball-Finanzkontrollbehörde in die vierte Liga strafversetzt.

Der elsässische Geschäftsmann Frédéric Sitterlé will nun den maroden Club übernehmen und in drei Jahren in den Profifußball zurückführen. In der fünften Liga erhofft er sich einen ruhigeren Neuanfang mit einer wettbewerbsfähigen Mannschaft. Das erste Spiel für Racing ist am 3. September daheim gegen Illzach-Modenheim.

Für Straßburg haben in der Vergangenheit neben französischen Stars wie Youri Djorkaeff und Didier Six auch deutsche Nationalspieler wie Thomas Allofs, Wolfgang Rolff und Walter Kelsch gespielt.

dpa

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