Nur 14 Prozent glauben an den Titel

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Joachim Löw

Berlin - Die Titelhoffnungen der Deutschen halten sich vor dem Start der Fußball-EM noch in Grenzen. Nur 14 Prozent glauben beim Turnier in Polen und der Ukraine derzeit an den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft.

Die klare Mehrheit der Deutschen rechnet nicht mit dem vierten EM-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nur 14 Prozent trauen Philipp Lahm und Co. zu, am 1. Juli im Nationalstadion von Kiew den ersehnten Pokal in die Höhe zu halten. 30 Prozent und damit die größte Gruppe rechnen immerhin mit einem Finaleinzug der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw - und sehen das DFB-Team dann aber wieder als Verlierer. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Für zwölf Prozent ist für das DFB-Team im Viertelfinale Schluss, 26 Prozent rechnen mit einem Einzug ins Halbfinale. Immerhin: Nur sechs Prozent rechnen mit einem Scheitern schon in der Vorrunde - trotz der schweren Gegner aus Portugal am Samstag, den Niederlanden (13. Juni) und Dänemark (17. Juni).

Ein frühes Aus sollte nach der Meinung der großen Mehrheit der Deutschen keine Folgen für Bundestrainer Löw haben. 70,4 Prozent sind für einen Verbleib des DFB-Chefcoaches im Amt, 14,2 Prozent wären dann für einen Abschied Löws, 15,4 Prozent haben dazu keine Meinung.

Hohe Sympathiewerte bekommen auch Miroslav Klose und Mario Gomez. Die meisten Befragten wünschen sich sogar beide Stürmer in der Anfangself (32,3 Prozent) und favorisieren damit ein anderes System als Löw, der in seiner 4-2-3-1-Formation nur auf einen Stürmer setzt. Angesichts der Taktikvorgabe des Bundestrainers sind 29,5 Prozent für einen Einsatz Kloses als einzige Spitze, 16 Prozent wollen Gomez. Nur 3,4 Prozent würden keinen der beiden Goalgetter aufbieten.

Die meisten Fans hat Klose, der am Samstag 34 Jahre alt wird, etwas überraschend bei den 18- bis 24-Jährigen mit 38 Prozent. Gomez erreicht seinen höchsten Wert (22 Prozent) bei den 25- bis 34-Jährigen, fällt hingegen bei den Menschen über 54 Jahren (11 Prozent) deutlich ab.

Das EM-Interesse ist unabhängig von der deutschen Mannschaft hoch. 58 Prozent wollen auch Partien ohne Beteiligung der DFB-Auswahl im TV anschauen. 17 Prozent schauen nur deutsche Spiele, 15 Prozent offenbaren sich als EM-Muffel und verzichten komplett auf das Fußball-Großereignis. Bei dieser Frage ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern am deutlichsten. 67 Prozent der Männer schauen auch andere Spiele als die der DFB-Elf - bei den Frauen sind es nur 50 Prozent.

53 Prozent der Befragten finden es gut, wenn Politiker wegen der Menschenrechtslage auf EM-Reisen in die Ukraine verzichten. Immerhin einem Drittel (33 Prozent) würde hingegen missfallen, wenn Fußball-Reisen von Politikern abgesagt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Angaben ihres Sprechers vom Freitag kein EM-Vorrundenspiel besuchen.

dpa

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