Promille-Eklat: Peszko fliegt aus EM-Kader

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Slawomir Peszko (re.) darf nach seiner Verfehlung am Wochenende nicht bei der Heim-EM auflaufen.

Warschau - Seine Alkoholaffäre am Samstagabend hat Slawomir Peszko vom Bundesligisten 1. FC Köln um die Teilnahme an der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1.Juli) gebracht.

Das teilte Nationaltrainer Franciszek Smuda in der polnischen Tageszeitung Przeglad Sportowy mit. „Peszko ist raus, denn das war nicht seine erste Verfehlung“, sagte Smuda: „Er wird nicht zu meinem Team gehören, damit ist das Thema erledigt.

Smuda habe sich „vor Wut geschüttelt“, als er von dem Vorfall hörte. Der 63-Jährige wies darauf hin, dass der Mittelfeldspieler schon im September 2010 nach einem Freundschaftsspiel der polnischen Nationalmannschaft gegen Australien in alkoholisiertem Zustand für Ärger im Mannschaftshotel gesorgt hatte.

Nach dem 1:1 im Punktspiel gegen Werder Bremen verbrachte Peszko die Nacht zum Sonntag in Polizeigewahrsam, nachdem er angetrunken in Köln mit einem Taxifahrer aneinander geraten war. Bei dem Vorfall soll laut Kölner Polizei „auch auf das Taxameter geschlagen worden sein“.

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Der Sünder entschuldigte sich zwar bei seinem Trainer, bei seinen Mitspielern und den Fans, wurde aber dennoch auch aus dem Kader der Kölner für das Bundesligaspiel beim FSV Mainz 05 am Dienstagabend gestrichen. „Ich bin tief enttäuscht. Ich habe erst gedacht, das ist ein Aprilscherz“, sagte Kölns Trainer St†le Solbakken. „Slawo ist gegen Mainz natürlich nicht dabei. Ich muss meinen Spielern vertrauen können. Was er getan hat, ist nicht zu akzeptieren.“

Zuletzt musste Solbakken immer wieder mit Fehltritten seiner Profis umgehen. Bereits im Februar hatte der slowenische Verteidiger Miso Brecko im Anschluss an eine Karnevalsfeier stark alkoholisiert einen Autounfall verursacht und deshalb seinen Führerschein verloren.

dpa

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