Pressestimmen nach Gruppeneinteilung

Presse zur WM-Auslosung: "Herr, hilf uns!"

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Die drei "Todesgruppen" im Überblick.

Köln - Bei der Auslosung zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien macht die internationale Presse drei "Todesgruppen" aus. Besonders Italien wittert eine Verschwörung.

Besonders die Gruppen B, D und G werden von der internationalen Presse als "Todesgruppen" bezeichnet. Besonders Italien und England sehen schwarz. Lesen Sie hier die Stimmen von unseren Gruppengegnern und Topfavoriten.

USA 

Sports Illustrated: „Welcome to the jungle! Eine tückische Gruppe. Was alles noch schlimmer macht: Die USA haben die heftigsten Reiseentfernungen zugelost bekommen. Sage und schreibe 8866 Meilen (14270 Kilometer) muss das Team zwischen Natal, Manaus und Recife zurücklegen. Wahrscheinlich die härteste WM-Auslosung der USA aller Zeiten.“

USA Today: „Ja, das ist die härteste Gruppe. In den vergangenen 20 Jahren gab es keine schwierigere Todesgruppe. Um es zusammenzufassen: Die USA spielen gegen das Team, das sie bei den letzten beiden Weltmeisterschaften ausgeschaltet hat, gegen einen der besten Spieler der Welt und einen dreimaligen Titelträger.“

New York Times: „Es wurden an diesem Freitag keine Tore geschossen. Keine Spieler eingewechselt, keine Spiele gewonnen und keine Punkte gezählt. Und trotzdem fühlte sich dieser Tag an, als hätte das US-Team eine Niederlage kassiert. Die USA haben bei der WM einen schwierigen Weg vor sich. (...) Ihnen wurde das Los zugeteilt, das von vielen als schlimmstes angesehen wird."

ESPN.com: „Die Gruppe G ist nicht die Todesgruppe, sondern die der langsamen Qualen“

New York Post: „Gefürchtete "Todesgruppe" für die USA bei der WM. (...) Es ist nicht die allerschlimmste Situation für die USA ... aber es ist ziemlich nah dran. (...) Wenn es nicht die Todesgruppe ist, dann ist es die Gruppe der großen Gefahr.“

Los Angeles Times: „Klinsmann muss sein Heimatland schlagen.“

Washington Post: „Auf den ersten Blick sind die Chancen, für die USA weiterzukommen, sehr gering. Aber auf den zweiten Blick gibt es angesichts der kontinuierlich positiven Entwicklung des Teams Hoffnung.“

PORTUGAL:

Record: „Ein Gigant, den wir schon in die Knie gezwungen haben.“

Público: „Die deutsche Tormaschine stellt sich den Portugiesen wieder in den Weg.“

A Bola: „Deutschland, USA und Ghana: Die Gruppe ist gefährlich, aber erlaubt zu träumen.“

Jornal de Noticias: „Deutschland ist dreifacher Weltmeister und gehört immer zu den Topfavoriten, seit dem Gewinn der Euro 1996 hat es aber keine großen Titel mehr geholt.“

GHANA:

Daily Graphic: „Ghana ist in der Gruppe G - es ist die Gruppe des Todes.“

US News: „Ghana bekommt die Gruppe des Todes“

Ghanaian Times: „Eine schwere Gruppe für die Stars“

"Fuleco", Ronaldo und viel Samba - Bilder von der WM-Auslosung

"Fuleco", Ronaldo und viel Samba

SPANIEN:

Marca: „Wir beginnen mit einem Finale. Die WM 2010 endete mit Spanien gegen Holland, und 2014 beginnt für La Roja auch wieder gegen Oranje. Das Schicksal hat es so gewollt, wollte, dass beide sich wieder sehen.“

AS: „Die Niederlande, Chile und danach Brasilien: Karacho, was ein Start! Spanien steht in der Pflicht, Erster in der Gruppe zu werden, um im Achtelfinale Brasilien aus dem Weg zu gehen.“

Sport: „Keine gute Auslosung. Es geht gegen das neue Holland von van Gaal,. Spanien beginnt die WM genauso, wie es die alte beendet hat.“

El Mundo Deportivo: „Brutales Debüt! Spanien beginnt mit dem Finale von Südafrika. Nie vorher in der Geschichte hat man so etwas gesehen. Die Gefahr lauert im Achtelfinale: Brasilien!“

Sport: „Das wird schwierig!“

El Mundo: „Das Paradox des Starts mit einem Endspiel. Spanien debütiert in der WM gegen die Niederlande, gegen die man den Titel (2010) geholt hat.“

NIEDERLANDE: 

De Volkskrant: „Die Auslosung scheint für die Niederlande nicht ungünstig zu sein. Das erste Spiel der Gruppe B während der Fussball-WM 2014 ist eine Wiederholung des WM-Finales von 2010. Die Niederlande müssen darauf achten, Gruppenerster zu werden, weil sonst im Achtelfinale vielleicht Brasilien wartet“.

NRC Handelsblad: „Die Niederlande treffen auf Spanien, Chile und Australien - eine relativ schlechte Auslosung. Die Niederlande haben es relativ gesehen, schlecht erwischt. Nur Poule A und Poule D scheinen schwerer zu sein. Natürlich trifft das für den heutigen Weltmeister Spanien zu, aber auch Chile mit seinem Star Alexis Sanchez darf man nicht unterschätzen. Günstig ist, dass die Niederlande nicht im Amazonas-Regenwald spielen müssen.“

De Telegraaf: „Jeder kennt sie wohl, die Klischees der Richtung: Wer Weltmeister werden will, muss alle Spiele gewinnen. Stimmt nicht. Spanien wurde vor vier Jahren auf Kosten der Niederlande die beste Mannschaft der Welt, aber verlor bei der WM in Südafrika das erste Spiel gegen die Schweiz.“

Black Stars, Klinsi und Portugal im Porträt

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ENGLAND:

The Sun: „Herr, hilf uns! England in die Todesgruppe gelost.“

The Times: „Schweiß und Furcht vor der Reise ins Unbekannte. Greg Dykes “Kehle durch'-Geste unterstreicht beängstigende Gruppe mit Uruguay, Italien und Costa Rica."

Independent: „Schwierige Auslosung für Großbritannien. Großbritannien ist in der "Todesgruppe" gegen Uruguay, Italien und Costa Rica gelandet. Es ist eine schwere Gruppe, aber es ist nicht das Ende der Welt. Gemessen an den Erwartungen vor Turnieren seit 1994 gibt es für Hodgsons Männer diesmal nicht viel zu verlieren. Wenn sie die Gruppenphase überstehen, haben sie schon etwas erreicht.“

Daily Mirror: "Rumble in the jungle - Balotelli und Suarez warten, während der Druck auf Roy wächst.“

ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: „Eine WM-Falle für Italien. Die Azzurri geraten nicht nur in eine tödliche Gruppe. Auch Klima und Logistik verschwören sich gegen die Italiener. Die Italiener debütieren in Manaus, im Herzen Amazoniens. Danach Wechsel nach Recife“.

Corriere dello Sport: „Skandal! Schändliche Auslosung, wir müssen gegen England und Uruguay antreten. Durchaus einfache Gruppe dagegen für Frankreich, das im Ranking deutlich hinter den Azzurri liegt. Die einzige offene Frage nach der Auslosung ist: Wer ist zwischen Frankreich und der Schweiz am stärksten begünstigt worden? Der Trick, dank dem Frankreich in eine einfache Gruppe aus Schweiz, Ecuador und Honduras geraten ist, wäre fast absurd, wenn wir nicht die Hauptakteure kennen würden: Den Schweizer FIFA-Präsidenten Blatter und den französischen UEFA-Chef Michel Platini. Zwei Präsidenten in der selben Gruppe.“

Corriere della Sera: „Prandelli hat es sofort begriffen: Für Italien wird es eine schwierige WM. Italien ist in die komplizierteste der acht Gruppen der brasilianischen WM geraten. Italien muss gegen zwei gefährliche Nationalmannschaften wie Uruguay des Ex-Neapel-Stars Edinson Cavani, sowie gegen Rooneys England antreten. Lediglich Costa Rica dürfte uns weniger Sorgen bereiten“.

Repubblica: „Wie Prandelli sagt, wird Italien schwitzen und auch leiden müssen, um im tödlichen Duell gegen England, Uruguay und Costa Rica bestehen zu können. Italien kämpft gegen drei Nationalmannschaften, die den WM-Titel gewonnen haben. Es hätte für uns besser ausgehen können, aber im Grunde auch schlechter. Die Gruppen, in die Spanien und Deutschland gelandet sind, sind noch schwieriger“

La Stampa: „WM-Falle. Italien landet in der edelsten Gruppe mit Uruguay und England: Sieben Titel für diese drei. Die Vor-Auslosung rettet Frankreich und bestraft uns.“

Tuttosport: „Italien macht Cavani und Rooney Angst. Italien mit Pech und Glück. In der Vor-Wahl herabgestuft, erwischt es dann zwei machbare Rivalen. Wärme und Feuchtigkeit sind die Feinde.“

FRANKREICH: 

Le Figaro: „Die Gruppe E mit Honduras, der Schweiz und Ecuador liegt gut im Bereich der Blauen. Schwein gehabt. Die französische Mannschaft kann sich glücklich schätzen.“

L'Équipe: „Ein Geschenk, das noch ausgepackt werden muss. Die französische Mannschaft trifft im Juni 2014 in der WM-Vorrunde in Brasilien zunächst auf Honduras, dann auf die Schweiz und Ecuador. Eine machbare Gruppe, sofern man nicht der Überheblichkeit erliegt.“

Le Parisien: „Die Bleus waren bei der Auslosung meisterlich.“

Le Monde: „Frankreich wurde bei der WM-Auslosung verschont. Man hat viel Glück gehabt.“

GRIECHENLAND:

Sportday: „Die Auslosung war nicht so süß wie die Moderatorin Fernanda Lima - Dennoch: Wir werden (auch nach der Gruppenphase) bleiben“.

Livesport: „Traum! Wir haben keine "Monster" bekommen. Kolumbien hat Falcao. Ja und wir haben Sokratis (Papastathopoulos)“.

Eleftherotypia: „Gruppe im Rahmen des Möglichen für Griechenland“

Ta Nea: „Treffen mit drei "Unbekannten" für Griechenland“

Efimerida ton Syntakton: „(Die Nationalmannschaft segelt) In unbekannte Gewässer“

IRAN:

Iran-Warseschi: „Die persischen Löwen gemeinsam gegen Messi“

90: „Danke fürs Messi-Los“

Hadaf: „Sommerzeit genießen mit Messi“

Abrar-Warseschi: „Hoffentlich keine Messi-Samba mit uns“

Persepolis: „Iran nicht in Todes- sondern durchaus in Lebensgruppe“

Esteghlal: „Weiterkommen in dieser Gruppe durchaus machbar“

BELGIEN:

Le Soir: „Eine gnädige und gemäßigte Auslosung für die Teufel. Die Roten Teufel wollten lange Reisen, tropische Hitze und einen großen Gegner vermeiden: das Schicksal war mit ihnen“

Het Laatste Nieuws: „Marc Wilmots hat sicherlich einigen Schweiß in Costa do Sauipe verloren, aber zum Schluss war er ein zufriedener Mann. Algerien, Russland und Südkorea in Gruppe mit bevorzugten Städten im Süden Brasiliens, wo es weniger heiß und feucht als im Norden ist.“

KROATIEN:

Daily Vecernji List: „Kroatien hatte bislang in seiner Sportgeschichte noch nicht so viel Grund zu feiern wie jetzt. Vielleicht war es nicht günstig, dass wir auf den Gastgeber Brasilien treffen, aber die Göttin Fortuna hat uns die Chance gegeben, einmal der Mittelpunkt der Welt zu sein. Genau ein Jahr nach dem Beitritt zur Europäischen Union wird sich Kroatien der ganzen Welt präsentieren.“

SCHWEIZ:

Basler Zeitung:  „WM-Auslosung führt die Schweiz in den Dschungel: Es hätte schlimmer kommen können. Aber auch besser.“

Neue Zürcher Zeitung: „Mehr Kopfzerbrechen als die Gegner schienen der Schweizer Delegation die Spielorte zu machen. Mit Salvador und Manaus wurden der Schweiz zwei Spielorte zugelost, in denen ein heißes und feuchtes Klima herrscht, das an den Kräften zehrt und an das besonders Honduras - der Gegner in Manaus - besser gewöhnt sein dürfte.“

Blick: „Die Nati kann durchatmen, das ist ein durchaus machbare Aufgabe für die Hitzfeld-Truppe. Honduras kennen die Schweizer ja nur zu gut, mit den Südamerikanern haben sie noch eine Rechnung offen!“

RUSSLAND:

Kommersant: „Weder Spanien, noch Deutschland: Die Fußballmonster bleiben Russland zunächst erspart. Mit dieser leichten Gruppe feiert die Sbornaja bereits ihren ersten Sieg bei der WM.“

Sport Express: „Mit einem Glückslos ist noch nichts gewonnen - aber es kann der erste Schritt dazu sein. Insgesamt hat diese WM für Russland erfolgreich begonnen.“

SID/dpa

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