Nach Rassismus-Problemen

Presse attackiert Blatter: "Zum Davonlaufen"

+

Wien - Die konservative Wiener Zeitung "Die Presse" hat scharf gegen Fifa-Präsident Joseph Blatter geschossen. Grund war die Reaktion Blatters auf die jüngsten Rassismus-Probleme im Fußball.

So schrieb "Die Presse":

Auch am Wochenende ist ein dunkelhäutiger Spieler angegriffen worden. Aber der Cagliari-Legionär Víctor Ibarbo hat anders gehandelt als zuvor der Mailänder Profi Kevin-Prince Boateng - er wollte das Spielfeld nicht verlassen. Der Fifa-Präsident begrüßte dieses Verhalten und kritisierte Boateng.

Blatter hält das Verhalten der Milan-Mannschaft nicht für richtig. 'Das Spielfeld verlassen? Ich glaube nicht, dass das eine Lösung ist. Die einzige Lösung ist es, harte Sanktionen auszusprechen. Sei es der Abzug von Punkten oder etwas Ähnliches.' Boateng aber sei weggelaufen. 'Und weglaufen kann man auch bei einer drohenden Niederlage.'

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

Zum Davonlaufen aber ist lediglich Blatters Kritik. Schließlich ist es die Fifa, der es nicht gelingt, Radikalismus, Wut und Hass aus Stadien zu verbannen. Nicht nur in Italien.“

dpa

Kommentare